Sonntag, 21 Uhr. Ein Patient hat seit drei Tagen Knieschmerzen und googelt „Orthopäde 1030“. Die erste Ordination zeigt kein Foto, keine Ordinationszeiten auf der Startseite, dafür den Satz „Termin nur telefonisch, Mo bis Do 8 bis 12 Uhr“. Die zweite zeigt ein Foto des Arztes, im ersten Absatz die Kassen-Info, daneben einen Button „Termin online buchen“. Der Patient bucht bei der zweiten. Nicht weil sie besser behandelt, sondern weil sie am Sonntag um 21 Uhr erreichbar war.
Kurz gesagt: Der Kassen- oder Wahlarzt-Status gehört in den ersten Bildschirm, der Buchungsbutton direkt daneben. Alles andere entscheidet sich danach: echte Fotos von Arzt und Ordination, eine eigene Seite je Leistung, ein gepflegter DocFinder-Eintrag. 64 Prozent der Befragten haben schon einmal einen Arzttermin online vereinbart, 2023 waren es 36 Prozent, und 84 Prozent nennen die Unabhängigkeit von der Telefon-Erreichbarkeit als Hauptvorteil (Bitkom Research, n=1.145, Dezember 2025). Buchungssoftware kostet laufend 30 bis 200 Euro im Monat, eine Website mit eigener Online-Buchung bei PIKSEL 799 Euro einmalig, fertig in 14 Tagen.
Geschrieben bei PIKSEL in Wien. Zahlen aus Bitkom Research (Dezember 2025), der Wartezeiten-Erhebung von Peter Hajek für die Wiener Ärztekammer (Mai 2024) und den öffentlichen Preisseiten der Buchungsanbieter. Zuletzt geprüft am 5. August 2026.
Quelle: Bitkom Research für Bitkom e.V., n=1.145 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, telefonisch, Dezember 2025. Peter Hajek Public Opinion Strategies für die Wiener Ärztekammer, Mystery Calls bei 850 Wiener Kassenärzten, Mai 2024. Telefonzeit nach Angaben von Doctolib und aaron.ai (2024), Anbieterzahl ohne offengelegte Methodik.
Warum Patienten überhaupt online buchen wollen
Die naheliegende Erklärung wäre Bequemlichkeit. Sie stimmt nicht. Auf die Frage nach dem Hauptvorteil der Online-Buchung nennen 84 Prozent die Unabhängigkeit von der Telefon-Erreichbarkeit, erst danach kommen flexible Terminwahl (58 Prozent) und automatische Erinnerungen (43 Prozent). Der Nutzen ist nicht das Internet, sondern das umgangene Telefon.
Das Telefon ist bei den meisten Ordinationen das Nadelöhr, nicht der Kalender. Es klingelt genau dann, wenn die Assistenz am Empfang steht, und es ist tot, sobald der letzte Patient draußen ist. Dazu kommt der zweite Druck von der Angebotsseite: Wer in Wien einen Kassentermin in der Augenheilkunde will, wartet im Median 44 Tage, 2012 waren es 9. In der Gynäkologie sind es 32 statt 8 Tage, in der Neurologie 45 statt 33 (Hajek für die Wiener Ärztekammer, 850 Mystery Calls, Mai 2024). Die Nachfrage ist da, die Buchung ist das Problem.
Quelle: Bitkom Research für Bitkom e.V., n=1.145, Dezember 2025; Peter Hajek Public Opinion Strategies für die Wiener Ärztekammer, n=850, Mai 2024.
Der Rückruf als Ersatzlösung funktioniert nicht mehr. Eine Praxis beschreibt in einem Beitrag auf Reddit, wie sie halbe Vormittage damit verbracht hat, Terminbestätigungen auf Anrufbeantworter zu sprechen, die niemand abhört. Patienten heben bei unbekannten Nummern schlicht nicht mehr ab. Nach der Umstellung auf SMS-Bestätigungen antworten sie wieder. Der Betrieb nennt keine Zahl dazu, deshalb steht hier auch keine, aber die Richtung deckt sich mit dem, was jede Ordination aus dem eigenen Alltag kennt.
Auf welchen Plattformen können Patienten online Arzttermine buchen?
In Österreich laufen Online-Arzttermine über drei Wege: über Plattformen wie Doctolib, DocFinder oder Termed, über eine Praxis-Software mit Buchungsmodul wie Appointmed oder Offisy, und über ein Buchungsmodul direkt auf der Praxis-Website. Laut Bitkom Research (Dezember 2025) buchen 58 Prozent der Befragten über Plattformen und 25 Prozent direkt über die Website der Praxis.
| Weg | Beispiel | Laufende Kosten | Patientenkontakt |
|---|---|---|---|
| Plattform | Doctolib | 130-200 Euro pro Monat | Plattform, Mitbewerber daneben |
| Praxis-Software | Offisy | 70-150 Euro pro Monat | Praxis, an Software gebunden |
| Praxis-Software | Appointmed | 30-80 Euro pro Monat | Praxis, an Software gebunden |
| Eigene Website | PIKSEL mit Buchung | im Fixpreis enthalten | Praxis, auf eigener Domain |
Quelle: öffentliche Preisseiten der Anbieter Doctolib, Offisy und Appointmed, Stand 2026. Nutzungsanteile: Bitkom Research für Bitkom e.V., n=1.145, Dezember 2025.
Die Entscheidung ist selten „Plattform oder Website“, sondern eine Reihenfolge-Frage. Eine Plattform bringt dir Patienten, die dich noch nicht kennen, und kostet dafür 130 bis 200 Euro im Monat, also 1.560 bis 2.400 Euro im Jahr. Die eigene Buchung auf der eigenen Seite fängt die Patienten ab, die deinen Namen bereits gegoogelt haben, und kostet einmalig. Wer beides hat, zahlt die Plattform nur noch für Neukontakte statt für Bestandspatienten, die ohnehin gekommen wären. Welches der sieben gängigen Systeme zu welcher Ordinationsgröße passt, steht mit allen Preisen im Vergleich der Buchungssysteme.
Die Rechnung dazu machst du in dreißig Sekunden selbst: Nimm deine Honorarnote für eine Erstordination und teile 799 durch diesen Betrag. Das Ergebnis ist die Anzahl neuer Patienten, ab der die Website bezahlt ist. Bei den meisten Wahlarzt-Ordinationen liegt sie im niedrigen einstelligen Bereich.
Der Weg des Patienten: von Google in die Ordination
Zwischen der Google-Suche und dem gebuchten Termin liegen sechs Schritte. Jeder einzelne ist eine Stelle, an der ein Patient abspringt, ohne dass die Ordination je davon erfährt. Die Website muss jeden dieser Schritte beantworten, nicht nur den letzten.
Was auf eine Arzt-Website gehört: die 5 Pflichtteile
Wir sehen regelmäßig Ordinations-Websites von innen, und die Lücken wiederholen sich. Diese fünf Teile entscheiden, ob aus einem Besucher ein Termin wird. Alles andere ist Kür.
- Kassenarzt oder Wahlarzt, im ersten Bildschirm. In Österreich ist das die erste Frage, noch vor Adresse und Ordinationszeiten. Kassenvertrag mit welchen Kassen, Wahlarzt, oder beides. Wer das erst auf Seite drei beantwortet, verliert Patienten an eine Ordination, die es im ersten Satz beantwortet. Für Wahlärzte gehört ein Satz zur Rückerstattung dazu, weil viele Patienten die Regeln nicht kennen: „Wahlarzt für Orthopädie. Du bekommst von uns eine Honorarnote und reichst sie bei deiner Kasse ein, die einen Teil des Kassentarifs rückerstattet.“ Die genauen Sätze stehen bei der ÖGK, verlink sie statt sie zu behaupten.
- Online-Terminbuchung, sichtbar ganz oben. Nicht als Menüpunkt versteckt, sondern als Button im ersten Bildschirm und noch einmal am Seitenende. Der Patient wählt die Art des Termins, weil Erstordination, Kontrolle und Vorsorgeuntersuchung unterschiedlich lange dauern. Danach kommt eine automatische Bestätigung und 24 Stunden vorher eine Erinnerung.
- Eine eigene Seite je Leistung. Nicht „Allgemeinmedizin“ auf einer Sammelseite, sondern Vorsorgeuntersuchung, Impfberatung, Diabetes-Betreuung, Mutter-Kind-Pass, jeweils mit eigener Seite und eigener Überschrift. Der Whitespark-Report 2026 (47 befragte Local-SEO-Experten, 187 bewertete Faktoren) führt genau das als stärksten lokal-organischen Rankingfaktor. Nebeneffekt: Jede Leistungsseite beantwortet eine konkrete Suchanfrage.
- Echte Fotos von Arzt, Team und Ordination. Kein Passfoto, kein Stock-Model mit makellosen Zähnen vor weißem Hintergrund. Patienten wollen wissen, wem sie sich anvertrauen und in welchem Raum sie sitzen werden. Ein Handyfoto mit gutem Licht schlägt jedes gekaufte Bild.
- Ordinationszeiten, Adresse und eine echte Karte. Zeiten auf die Startseite, nicht auf eine Unterseite. Urlaubs- und Sonderzeiten aktuell halten, weil eine falsche Ordinationszeit Vertrauen schneller zerstört als ein hässliches Design. Dazu die volle Adresse im Footer jeder Seite. Joy Hawkins, Google Product Expert seit 2012, nennt genau das als den am häufigsten übersehenen Handgriff der lokalen Sichtbarkeit: die Betriebsadresse im Footer der Website.
- ✗ Kein Arzt-Foto
- ✗ „Termin nur telefonisch“
- ✗ Kassenarzt-Info nirgends sichtbar
- ✗ Generische Leistungsbeschreibung
- ✗ Ordinationszeiten auf Unterseite
- ✓ Echte Fotos von Arzt und Ordination
- ✓ Online-Terminbuchung rund um die Uhr
- ✓ Kassenarzt/Wahlarzt sofort sichtbar
- ✓ Eigene Seite je Leistung
- ✓ Ordinationszeiten auf Startseite
Was sehen Patienten, bevor sie anrufen?
Gib dein Handy jemandem im Wartezimmer und lass die Person deine Ordination googeln. Sagt sie nach zehn Sekunden nicht, ob du Kasse oder Wahlarzt bist, hast du das Ergebnis schon. Schick uns die Adresse, wir schreiben dir, an welcher Stelle es hängt. Antwort per Mail, kein Rückruf.
DocFinder: Eintrag ändern und auf der Website einbinden
DocFinder listet österreichische Ärzte auch dann, wenn sie nie etwas dort angelegt haben. Das Portal meldet nach eigenen Angaben über sechs Millionen Patientenanfragen pro Monat und 96 Prozent der Zugriffe aus Österreich. Diese Zahlen sind Eigenangaben ohne unabhängige Prüfung, sie zeigen aber die Größenordnung: Für viele Wiener Patienten ist DocFinder die zweite Station nach Google.
Eine Abgrenzung dazu, weil die Frage regelmäßig kommt: Für die Veterinärmedizin gilt dieser Artikel nur zur Hälfte. Es gibt dort keinen DocFinder-Eintrag, keinen Kassenstatus und keine e-card, dafür die Trennung zwischen Notfall und Routinetermin, die den ganzen Seitenaufbau bestimmt. Das steht separat in der Anleitung für Tierarzt-Websites.
Eintrag ändern. Falsche Ordinationszeiten, eine alte Telefonnummer oder eine nicht verlinkte Website sind die drei häufigsten Fehler in bestehenden Profilen. Änderungen laufen über den Ärzte-Zugang beziehungsweise die Kontaktmöglichkeit auf docfinder.at, der Grundeintrag ist kostenlos. Plan zehn Minuten ein und prüf dabei drei Dinge: Stimmen Adresse, Telefonnummer und Website exakt so, wie sie auch im Google-Unternehmensprofil und im Impressum stehen? Abweichende Schreibweisen sind das häufigste stille Problem der lokalen Sichtbarkeit.
Auf der Website einbinden. Hier lohnt eine Warnung: Ein fremdes Widget mitten in der Startseite kostet Ladezeit, und Ladezeit kostet Patienten. Der ruhige Weg ist ein deutlich beschrifteter Link auf das eigene DocFinder-Profil im Kontaktbereich oder Footer, dazu zwei bis drei ausgewählte Patientenstimmen als Zitat mit Quellenangabe direkt auf der Seite. Damit hat der Patient beides: den Beleg von außen und die Buchung auf deiner Domain, statt auf einer Seite zu landen, auf der drei Mitbewerber daneben stehen.
Das Grundprinzip ist dasselbe wie beim Herold-Eintrag gegenüber der eigenen Website: Das Verzeichnis bringt Sichtbarkeit, aber Design, Reihenfolge und Umfeld bestimmst nicht du.
Wie Ordinationen ausgefallene Termine zurückholen
In einem Reddit-Thread mit über 500 Kommentaren rechnet der Betreiber einer Physiotherapie-Praxis vor: 13 nicht wahrgenommene Termine in einem Monat, ungefähr ein Viertel der Slots, bei voller Miete und vollem Personalstand. Sein Onkel, der Mitinhaber, blockiert die Einführung einer Ausfallgebühr mit dem Satz, das sei den Patienten gegenüber unhöflich. Der meistbewertete Kommentar des Threads mit über 800 Stimmen antwortet nüchtern: Andere Gesundheitsdienstleister verrechnen Ausfallgebühren aus genau demselben Grund, das ist gängige Praxis.
Der eigentlich brauchbare Gedanke steckt aber im Ausgangsbeitrag selbst: Die Frage ist nicht, ob die Gebühr fair ist, sondern wer sie ausspricht. Sagt sie die Buchungsstrecke vor dem Termin, muss sie niemand am Telefon verteidigen. Genau das leistet eine Buchungsstrecke auf der eigenen Website. Sie zeigt die Stornofrist vor der Buchung, sie schickt die Erinnerung, sie nimmt bei Bedarf eine Anzahlung. Niemand muss am Telefon streiten.
Zwei Dinge gehören dazu, sonst kippt es. Erstens die Wortwahl: Ausfallgebühr statt Anzahlung, und die Regel zuerst nur für Neupatienten. Zweitens die Gegenprobe an sich selbst. Im selben Thread beschreibt ein Patient eine Praxis, die jeden als No-Show wertet, der nicht fünfzehn Minuten früher da ist, und die selbst regelmäßig eine halbe Stunde zu spät aufruft. Eine Regel, die nur in eine Richtung gilt, kostet mehr Vertrauen, als sie an Terminen rettet.
Der leiseste Hebel bleibt die automatische Erinnerung: 43 Prozent der Befragten nennen sie als einen der Vorteile der Online-Buchung (Bitkom Research, Dezember 2025). Sie kostet nichts extra, sobald die Buchung ohnehin auf der Seite läuft.
DSGVO: bei Gesundheitsdaten gilt die strengere Stufe
Gesundheitsdaten sind laut DSGVO besonders schützenswerte Daten. Für die Website heißt das fünf konkrete Punkte:
- SSL-Zertifikat: Pflicht, nicht Empfehlung. Über Let's Encrypt kostenlos. Verrechnet dir jemand das extra, ist das ein Warnsignal.
- Kontaktformular: Checkbox mit Verweis auf die Datenschutzerklärung, keine unnötigen Pflichtfelder.
- Terminbuchung: Nur abfragen, was für die Terminvergabe nötig ist. Kein Freitextfeld, in das Patienten ihre Diagnose schreiben.
- Cookie-Banner: Nur nötig, wenn Tracking läuft. Ohne Analytics reicht ein Absatz in der Datenschutzerklärung, und die Seite lädt schneller.
- Auftragsverarbeitungsvertrag: Mit Hoster und Buchungssystem. Beide verarbeiten potenziell Gesundheitsdaten.
Die gängigen Buchungssysteme sind DSGVO-konform aufgesetzt, die Website drumherum ist es oft nicht. Die vollständige Liste steht in unserer DSGVO-Checkliste für Websites.
Was kostet eine Arzt-Website in Wien?
Arzt-Websites werden in Wien deutlich teurer verkauft als Websites für andere lokale Betriebe, weil „Medizin“ als Aufschlag gilt. Die Tabelle zeigt die Spannen aus den öffentlichen Preisseiten der Anbieter.
| Anbieter | Einmalig | Online-Buchung | Laufend |
|---|---|---|---|
| Baukasten, selbst gebaut | 0 Euro | nur mit Zusatz-Tool | 0-30 Euro pro Monat plus deine Wochenenden |
| Arzt-Website-Spezialist Wien | ab 1.490 bis über 4.000 Euro | teils Aufpreis 500-2.000 Euro | Wartung je nach Vertrag |
| Kleine Agentur | 3.000-8.000 Euro | meist Aufpreis | 70-100 Euro pro Monat, oft mit Bindung |
| PIKSEL | 799 Euro Fixpreis | enthalten | Betreuung optional 149 Euro pro Monat, kündbar |
Quelle: Preisseite webdoctor und Preisliste it4med (Arzt-Website-Spezialisten Wien), öffentliche Preisseiten und Preisübersichten Wiener Agenturen, Stand 2026.
Dazu kommt in jedem Fall die Buchungssoftware, sofern sie nicht in der Seite steckt: 30 bis 200 Euro im Monat, also 360 bis 2.400 Euro im Jahr. Genau dieser Posten fehlt in fast jedem Website-Angebot, das du bekommst. Frag ihn aktiv ab, bevor du unterschreibst, sonst vergleichst du zwei Angebote, von denen eines eine laufende Rechnung versteckt.
Die vollständige Aufschlüsselung aller Positionen steht in der Kostenübersicht Webentwicklung Wien.
Google Unternehmensprofil für die Ordination
Wenn ein Patient „HNO Arzt 1030“ googelt, stehen über den normalen Treffern drei Einträge im Kartenbereich. Wer dort fehlt, existiert für diese Suche praktisch nicht. Der Whitespark Local Search Ranking Factors Report 2026 (47 Experten, 187 bewertete Faktoren) ordnet die Hebel so:
- Hauptkategorie: stärkster Einzelfaktor der gesamten Studie. So spezifisch wie möglich wählen, also „Orthopäde“ statt „Arzt“, „Kinderarzt“ statt „Facharzt“.
- Öffnungszeiten: 2026 neu unter den Top 5. Google reiht geöffnete Betriebe im Moment der Suche höher. Der ehrliche Hebel ist echte erweiterte Erreichbarkeit, nicht eine falsche 24-Stunden-Angabe im Profil. Falschangaben sind der schnellste Weg zur Sperre.
- Bewertungen mit Text: schlagen reine Sterne deutlich. Bitte Patienten also um zwei Sätze, nicht um fünf Sterne.
- Online-Terminbuchung: ist im Profil kein Rankingfaktor, sie landet auf Platz 146 von 187. Sie bringt dir Termine, keine Position. Wer dir Online-Buchung als SEO-Maßnahme verkauft, hat den Report nicht gelesen.
Mehr dazu im Leitfaden zum Google Unternehmensprofil. Der Rest ist Handarbeit: korrekte Adresse, Ordinationszeiten inklusive Urlaub, Fotos der echten Räume, Antwort auf jede Bewertung.
Was eine Praxis-Website nicht braucht
Ordinations-Websites werden regelmäßig mit Dingen überladen, die gut gemeint sind und nichts bringen:
- Gesundheits-Blog: kostet jeden Monat Zeit, die keine Ordination hat. Ein Blog, dessen letzter Beitrag von 2023 ist, wirkt schlechter als gar keiner. Steck die Zeit in die Leistungsseiten.
- Patienteninformation als PDF: am Handy schlecht lesbar, von Google kaum verwertbar. Dasselbe Problem wie Speisekarten als PDF in der Gastronomie.
- Animationen und Hintergrundmusik: Medizin ist Vertrauenssache. Alles, was nach Werbung klingt, arbeitet gegen dich.
- Social-Media-Feed: Ein seit zwei Jahren stiller Facebook-Feed sagt dem Patienten, hier kümmert sich niemand.
Die 5 häufigsten Fehler auf Arzt-Websites
Diese fünf sehen wir bei der Mehrheit der Ordinations-Websites, die uns erreichen. Jeder einzelne kostet Termine.
Wie das gemessen aussieht, zeigt unsere Erhebung unter 15 Zahnarztpraxen in Wien: Durchschnitt 46 von 100 PageSpeed-Punkten am Handy, keine einzige Seite über 80, nur 3 von 15 mit Online-Terminbuchung.
Was eine Praxis durch bessere Terminvergabe zurückgewinnt
Zwei Rechnungen, beide mit deinen eigenen Zahlen statt mit erfundenen Durchschnitten.
Wahlarzt. Nimm deinen Honorarsatz für eine Erstordination. Zähl, wie viele Anrufe pro Woche in der Mailbox landen, weil gerade niemand abheben kann. Multipliziere die Anrufe, die nie zurückkommen, mit deinem Satz. Das ist der Betrag, den die Terminvergabe kostet, nicht die Website.
Kassenordination. Hier ist der Gewinn nicht Umsatz, sondern Zeit. Praxen verbringen im Schnitt 45 Stunden pro Monat am Telefon (Angabe von Doctolib und aaron.ai, 2024, Anbieterzahl ohne offengelegte Methodik). Verlagerst du davon ein Drittel auf die Online-Buchung, bekommst du gut zehn Arbeitsstunden im Monat zurück, die sonst in der Warteschleife hängen.
Zum Vergleich: Doctolib allein kostet 130 bis 200 Euro im Monat.
Häufige Fragen
Auf welchen Plattformen können Patienten online Arzttermine buchen?
In Österreich über drei Wege: über Plattformen wie Doctolib, DocFinder oder Termed, über eine Praxis-Software mit Buchungsmodul wie Appointmed oder Offisy, und direkt über die Website der Ordination. Laut Bitkom Research (n=1.145, Dezember 2025) laufen 58 Prozent der Online-Buchungen über Plattformen und 25 Prozent über die Praxis-Website. Plattformen kosten laufend 130 bis 200 Euro im Monat, eine Buchung auf der eigenen Seite ist bei PIKSEL im Fixpreis von 799 Euro enthalten.
Wie kann ich meinen DocFinder-Eintrag ändern?
Über den Ärzte-Zugang beziehungsweise die Kontaktmöglichkeit auf docfinder.at. Der Grundeintrag ist kostenlos, viele Ärzte sind dort gelistet, ohne je etwas angelegt zu haben. Prüf bei der Gelegenheit drei Felder: Adresse, Telefonnummer und Website-Link müssen zeichengenau so aussehen wie im Google-Unternehmensprofil und im Impressum. Abweichende Schreibweisen schwächen die lokale Sichtbarkeit, ohne dass es jemand bemerkt.
Wie binde ich DocFinder auf meiner Website ein?
Am ruhigsten mit einem beschrifteten Link auf dein DocFinder-Profil im Kontaktbereich oder Footer, dazu zwei bis drei Patientenstimmen als Zitat mit Quellenangabe im Text der Seite. Von eingebetteten Fremd-Widgets auf der Startseite raten wir ab: Sie kosten Ladezeit, und Ladezeit kostet Besucher. Der Termin selbst sollte auf deiner Domain gebucht werden, nicht auf einer Seite, auf der drei Mitbewerber danebenstehen.
Braucht eine Ordination eine eigene Website oder reicht DocFinder?
DocFinder ist ein Verzeichnis. Es bringt Sichtbarkeit, aber Design, Reihenfolge und Umfeld bestimmst nicht du, und deine Mitbewerber stehen daneben. Die eigene Website ist der einzige Ort, an dem du Kassenstatus, Leistungen und Buchung in der Reihenfolge zeigst, die zu deiner Ordination passt. Sinnvoll ist beides: das Verzeichnis für die Auffindbarkeit, die eigene Seite für die Entscheidung.
Was kostet eine Website für eine Arztpraxis in Wien?
Arzt-Website-Spezialisten in Wien verrechnen laut ihren öffentlichen Preisseiten ab 1.490 Euro bis über 4.000 Euro, Online-Buchung teils als Aufpreis von 500 bis 2.000 Euro. Kleine Agenturen liegen bei 3.000 bis 8.000 Euro. PIKSEL baut die Ordinations-Website zum Fixpreis von 799 Euro inklusive Online-Buchung, live in 14 Tagen. Dazu kommen in jedem Fall Domain und Hosting, und je nach Lösung eine Buchungssoftware für 30 bis 200 Euro im Monat.
Sind meine Patienten nicht zu alt für Online-Terminbuchung?
Diese Sorge war lange berechtigt und ist es immer weniger. In Österreich nutzen 75 Prozent der 65- bis 84-Jährigen das Internet, in Städten 82,3 Prozent, bei den 75- bis 84-Jährigen sind es 65,1 Prozent nach 53,8 Prozent zwei Jahre davor (Statistik Austria, IKT-Einsatz in Haushalten 2025, amtliche Erhebung). Bei der Online-Terminbuchung lehnen nur noch 18 Prozent der Befragten grundsätzlich ab (Bitkom Research, Dezember 2025). Das Telefon bleibt trotzdem, die Buchung kommt daneben.
Die meisten Patienten googeln ihre Ordination, bevor sie anrufen. Was finden sie bei dir?
Ruf deine eigene Ordination einmal außerhalb der Sprechzeit an und hör dir an, was ein neuer Patient hört. Dann schick uns die Adresse deiner Seite. Du bekommst vier Zeilen zurück: Ladezeit gemessen, Kassen-Info gefunden oder nicht, Buchung vorhanden oder nicht, Google-Profil vollständig oder nicht.
Bereit für eine Website, die Kunden bringt?
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