Wann schaltet Quandoo ab?
- 30. September 2026
- Letzter Tag für neue Reservierungen und Online-Verwaltung bestehender Buchungen
- 1. Oktober 2026
- Verbraucherdienste enden; eine vorübergehend statische Website kann noch erreichbar sein
- 31. Dezember 2026
- Vollständige Abschaltung von Website, App und verbleibender Infrastruktur
Quelle: Quandoos offizielle Mitteilung, erneut geprüft am 19. September 2026. Bereits bestehende Reservierungen mit Besuchsdatum nach dem 30. September bleiben laut Quandoo gültig; Änderungen sind danach direkt mit dem Restaurant zu klären.
Die öffentliche Mitteilung beantwortet nicht alles. Bestätige im Partnerkonto die Exportmöglichkeiten, den Umgang mit zukünftigen Reservierungen und deine Vertragsunterlagen, und warte mit der Datensicherung nicht auf den Abschalttag.
Unsere Wiener Zählung: 402 Einträge
Im August 2026 haben wir 402 Wiener Quandoo-Einträge gezählt. Bei 55 fanden wir eine Quandoo-Einbindung auf einer eigenen Website; bei mehr als 60 keine erreichbare eigene Website. 169 Einträge waren als Premium-Partner ausgewiesen. Die Kategorien können sich überschneiden.
Das ist eine historische Bestandsaufnahme öffentlich sichtbarer Einträge. Sie belegt weder aktuelle Vertragszahlungen noch, dass jedes Lokal ausschließlich Quandoo genutzt hat. Insbesondere folgt aus einer nicht gefundenen Website nicht, dass es keinen anderen Buchungsweg gab. Die vollständige Liste ist hier nicht veröffentlicht; eine unabhängige Wiederholung der damaligen Zählung ist deshalb eingeschränkt.
Welche Art Ersatz brauchst du?
Ein Reservierungswerkzeug nimmt Buchungen von Gästen an, die dich bereits gefunden haben. Ein Marktplatz kann zusätzlich Gäste auf dein Lokal aufmerksam machen. Prüfe deshalb vor dem Wechsel, wie viele Reservierungen über die Plattform und wie viele über deine eigenen Kanäle kamen. Ein Werkzeug ohne Provision ersetzt verlorene Nachfrage nicht von selbst.
| Deine Ausgangslage | Passender erster Schritt |
|---|---|
| Eigene Website und genügend direkte Nachfrage | Reservierungswerkzeug mit passender Kapazitätsverwaltung testen |
| Viele neue Gäste kamen über die Plattform | Ersatz für die Reichweite mitplanen, nicht nur einen Kalender austauschen |
| Keine geeignete eigene Website | Eigene Website mit Speisekarte, Zeiten, Anfahrt und Kontakt aufbauen; gegebenenfalls vorhandene Kanäle weiter nutzen |
| Komplexe Tischbelegung oder mehrere Bereiche | Tischplan, Schichten, kombinierbare Tische und Rechte im Test nachweisen lassen |
Quandoo-Alternativen: öffentlich prüfbare Tarife und Grenzen
Die folgende Auswahl konzentriert sich auf nachvollziehbare Anbieterangaben. Preise und Funktionen wurden am 14. September 2026 geprüft. Ein kostenloser Tarif ist nur dann ausreichend, wenn Reservierungszahl und Funktionsumfang passen.
CentralPlanner
- Öffentliche Preisangabe
- Starter kostenlos bis 50 Reservierungen im Monat;
Basis 19,90 Euro netto monatlich - Wichtige Grenze
- Automatisierte Annahme anhand der Auslastung wird erst ab Premium beschrieben. Eine Anfrage ist nicht automatisch eine bestätigte Buchung.
resmio
- Öffentliche Preisangabe
- Basic kostenlos;
Premium 69,90 Euro netto monatlich beziehungsweise 62,91 Euro bei jährlicher Zahlung - Wichtige Grenze
- Die Preisseite nennt zwölf Monate Mindestvertragsdauer. Bestimmte Funktionen sind Zusatzmodule; auch weitere Kündigungsoptionen und Bedingungen konkret bestätigen.
Resos
- Öffentliche Preisangabe
- Kostenlos bis 25 Buchungen monatlich;
bezahlt 45, 85 oder 125 Euro monatlich (Euro-Ansicht, geprüft am 24. September 2026) - Wichtige Grenze
- Ob Umsatzsteuer dazukommt, nennt die Preisseite nicht; vor der Buchung klären. Bezahlte Zusatzfunktionen wie Google Reserve sind laut Funktionsseite nicht Teil der Gratisstufe.
Zenchef
- Öffentliche Preisangabe
- Reserve, Manage und Grow;
monatlicher Grundpreis beim Abruf nicht öffentlich beziffert - Wichtige Grenze
- Individuelles Angebot anfordern. SMS- und Zahlungsgebühren werden gesondert ausgewiesen.
Primärquellen sind direkt in der Tabelle verlinkt. Ergänzend: Resos-Funktionsübersicht. Keine Empfehlung aufgrund einer Provision; PIKSEL bietet selbst Websites und die Einbindung von Buchungswegen an.
Auch DISH, Teburio, aleno und Gastronaut kannst du prüfen. Einen ausreichend belegten österreichischen Vergleichspreis können wir dafür hier nicht nennen. Auf der österreichischen DISH-Reservierungsseite ist die Preisdarstellung teilweise als „Order“ beschriftet. Lass dir deshalb das Reservierungsprodukt mit Einrichtung, Gebühren und Laufzeit schriftlich anbieten.
Sechs Fragen für die Anbieter-Demo
- Kapazität
- Prüfe, wie Tische, Plätze und verfügbare Zeiten im System abgebildet werden.
- Änderung
- Spiele eine Umbuchung und eine Stornierung mit dem Team durch.
- Bestätigung
- Kontrolliere, welche Nachricht der Gast erhält und was intern sichtbar wird.
- Wann gilt ein Tisch als bestätigt? Sofort nach Auswahl oder erst nach eurer Freigabe? Der Gast muss den Unterschied erkennen.
- Wie wird Kapazität gesperrt? Prüft große Gruppen, Terrasse, Innenraum, Schichten und Urlaub.
- Was passiert bei Änderungen? Umbuchung, Stornierung und Bestätigung müssen in eurem Kalender ankommen.
- Welche Daten kommen mit? Bestehende Reservierungen, notwendige Kontaktangaben und dokumentierte Einwilligungen sind getrennt zu behandeln. Nicht jede Gästeadresse darf für Werbung weiterverwendet werden.
- Was kostet der tatsächliche Betrieb? Grundtarif, Einrichtung, SMS, Zahlungen, weitere Benutzer, Zusatzmodule und Laufzeit erfassen.
- Wie kommt ihr später wieder heraus? Exportformat, Zugang, Kündigungsfrist und Aufbewahrung schriftlich klären.
Die Wechsel-Checkliste für dein Team
| Aufgabe | Fertig, wenn … |
|---|---|
| Zukünftige Buchungen sichern | Das Team Datum, Uhrzeit, Personenzahl und nötige Hinweise im Nachfolgesystem oder einer geschützten Arbeitsliste kontrolliert hat. Bereits bestehende Reservierungen mit Besuch nach dem 30. September bleiben laut Quandoo gültig; Änderungen danach direkt mit dem Lokal klären |
| Ein verantwortliches System festlegen | Klar ist, welcher Kalender während des Übergangs verbindlich ist und wie Doppelbuchungen verhindert werden |
| Neue Buchung konfigurieren | Zeiten, Kapazitäten, Bestätigung und Stornoweg geprüft sind |
| Website umstellen | Alle Reservierungsbuttons und Einbindungen zum neuen Weg führen |
| Weitere Kanäle prüfen | Google-Profil, Instagram-Bio, weitere Verzeichnisse und gedruckte QR-Codes kontrolliert wurden |
| Team einweisen | Auch die Person im nächsten Dienst eine Buchung ändern und stornieren kann |
| Umstellung abschließen | Die Testbuchung bestätigt, geändert und storniert wurde und das Team dieselben Daten sieht |
Prüfe im Google-Unternehmensprofil manuell gesetzte Links und etwaige Verbindungen zu Drittanbietern getrennt. Ein gewöhnlicher Website-Link und eine integrierte „Reservieren mit Google“-Buchung sind unterschiedliche Wege.
Ein Umstieg ohne Doppelbuchungen
Hypothetisches Beispiel: Ein Bistro nimmt bis Mittwoch noch Reservierungen über Quandoo an und stellt Donnerstag früh um. Vor dem Wechsel sichert das Team alle zukünftigen Termine und prüft sie im neuen Kalender. Ab dem vereinbarten Zeitpunkt ist der neue Kalender führend. Während der Umstellung kontrolliert eine zuständige Person die noch aktiven Eingangskanäle, damit eine Reservierung weder verloren geht noch zweimal erfasst wird.
Testet anschließend nicht nur einen freien Tisch. Versucht auch eine ausgebuchte Zeit, eine größere Gruppe und eine Stornierung. So fällt ein falsches Kapazitätslimit auf, bevor der nächste volle Abend beginnt.
Die Kosten über drei Jahre fair rechnen
Nimm zunächst die tatsächliche Reservierungszahl und die Herkunft deiner Gäste. Ein Gratislimit von 25 oder 50 Reservierungen kann für ein kleines Aufkommen reichen und beim nächsten Wachstum zu knapp werden. Ein bezahlter Tarif kann durch Tischverwaltung oder Support sinnvoll sein.
Eine neutrale Rechenvorlage lautet: Einrichtung + 36 Monatsgebühren + Zusatzkosten + eigene Umstellungszeit. Bei einer Plattform mit vermittelten Gästen kommt die entsprechende Provision hinzu; der Wert dieser Gäste gehört ebenfalls in die Entscheidung. Alle Preise über drei Jahre konstant zu halten ist eine Rechenannahme, keine Zusage.
Bei PIKSEL beginnt eine neue Website mit bis zu fünf Seiten bei 799 Euro. Die optionale Buchung kostet 299 Euro Einrichtung plus 99 Euro jährlich für den technischen Betrieb. Bei unveränderten Preisen sind das zusammen 1.395 Euro über drei Jahre, zuzüglich Domain und Hosting ohne Betreuung. Eine fremde Reservierungssoftware hat ihre eigenen Gebühren. Ob eine einfache Buchung eure Tischlogik abdeckt, klären wir vor dem Angebot.
Der neue Reservierungsweg soll rechtzeitig funktionieren?
Schick uns den Link zu deiner Website, dein bisheriges Buchungssystem und den Wechseltermin. Wir klären, ob sich der neue Buchungsweg in deine Seite einbauen lässt und welche Tests vor der Umstellung nötig sind. Umfang, Machbarkeit und Kosten stehen vor einer Zusage fest. Eine erste Rückmeldung bekommst du binnen 24 Stunden.
Die Website bleibt der feste Ausgangspunkt
Auf deiner eigenen Website finden Gäste Speisekarte, Öffnungszeiten und Reservierung an einem festen Ort. Wechselt der Buchungsanbieter, aktualisierst du dort den Buchungsweg. Voraussetzung ist, dass du die nötigen Zugänge und Änderungsrechte hast; die Website macht dich nicht von allen Diensten unabhängig.
Wie die Website am Handy Orientierung gibt, zeigt unser Leitfaden mit 18 untersuchten Restaurant-Websites. Für die Auswahl verschiedener Buchungsmodelle ergänzt der Terminbuchungs-Vergleich diese Umstiegsplanung.
Häufige Fragen
Was passiert mit schon bestehenden Reservierungen nach September?
Quandoo erklärt, dass bereits bestehende Reservierungen für einen Besuch nach dem 30. September gültig bleiben. Prüfe die Details im Partnerkonto und sichere die zukünftigen Buchungen vor dem Wechsel. Gäste sollen Änderungen danach direkt mit dem Restaurant klären.
Geht meine eigene Website mit Quandoo offline?
Eine unabhängig betriebene Website bleibt erreichbar. Ihre Quandoo-Einbindung braucht jedoch einen Ersatz. Prüfe auch externe Reservierungslinks in Profilen und Social Media.
Gibt es kostenlose Quandoo-Alternativen?
Ja, etwa Gratisstufen von CentralPlanner, resmio und Resos. Grenzen bei Reservierungszahl, automatischer Annahme oder Zusatzfunktionen unterscheiden sich. Teste den vollständigen Ablauf, bevor du nur nach dem Preis auswählst.
Muss ich eine neue Website beauftragen?
Nein. Wenn deine Website weiter passt und bearbeitbar ist, kann der Austausch des Buchungswegs genügen. Eine neue Seite ist eine eigene Entscheidung über Inhalt, Gestaltung und Technik.
Kann ich künftig nur telefonisch reservieren lassen?
Ja, wenn das zu eurem Betrieb passt. Kläre Erreichbarkeit und Kapazität im Team und kommuniziere den neuen Weg deutlich. Ob damit Reservierungen verloren gehen, lässt sich nicht pauschal behaupten; beobachte Rückfragen und tatsächliche Buchungen nach der Umstellung.



