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Quandoo stellt ein: Alternativen für Wiener Lokale

Quandoo nimmt am 30.09.2026 die letzte Reservierung an. Alle Fristen, Alternativen mit echten Preisen und der Fahrplan für 402 Wiener Lokale.

Quandoo stellt den Betrieb ein. Am 30. September 2026 nimmt die Plattform die letzte Reservierung an, am 31. Dezember wird sie vollständig abgeschaltet. Wir haben im August 2026 alle Wiener Einträge gezählt: 402 Lokale sind betroffen. Dieser Artikel sammelt die Fristen, die echten Preise der Nachfolger und den Fahrplan für die Umstellung, damit kein Gast im Oktober vor einem toten Reservieren-Knopf steht.

Kein Alarm, keine Werbung mit der Angst anderer. Quandoo hat Wiener Lokalen über Jahre Gäste gebracht, jetzt endet das aus Konzernentscheidung, nicht wegen der Wirte. Was bleibt, ist eine Frist und eine Liste von Aufgaben. Beides steht hier.

30.09.letzter Tag für neue Reservierungen über Quandoo
402Wiener Lokale waren im August 2026 auf Quandoo gelistet
31.12.vollständige Abschaltung der Plattform

Die Termine, die zählen

Die Daten stammen von Quandoos eigener Informationsseite (quandoo.at/important-update), nicht aus Gerüchten. Die Firma firmiert bereits als Quandoo GmbH i.L., in Liquidation. Die Muttergesellschaft Recruit Holdings hat die Einstellung am 24. März 2026 bekanntgegeben.

DatumWas passiert
24. März 2026Bekanntgabe der Einstellung
30. September 2026letzter Tag für neue Reservierungen und das Einlösen von Treuepunkten
1. Oktober 2026alle Verbraucherdienste enden, App und Buchungsstrecke stellen ab
31. Dezember 2026vollständige Abschaltung, Profile und Inhalte gehen offline

Wichtig für die Planung: Der 30. September ist der Stichtag für Gäste. Ab dem 1. Oktober kommt über Quandoo keine einzige Buchung mehr an, egal was auf der eigenen Website oder im Google-Profil noch verlinkt ist.

Was genau verschwindet

Je nachdem, wie ein Lokal Quandoo genutzt hat, sterben unterschiedliche Dinge. Die vollständige Liste:

  • Das Reservierungs-Widget auf der eigenen Website. Der eingebettete Kalender lädt ab Oktober ins Leere. Bei unserer Prüfung im August hatten 55 Wiener Lokale das Widget auf der eigenen Seite eingebunden.
  • Das Quandoo-Profil als Schaufenster. Bei mehr als 60 der 402 Einträge haben wir keine eigene erreichbare Website gefunden. Für diese Betriebe war die Quandoo-Seite der einzige buchbare Ort im Netz, mit Fotos, Öffnungszeiten und Karte. Am 31. Dezember ist sie weg.
  • Der blaue Reservieren-Knopf im Google-Profil. Bei vielen Lokalen zeigt der Knopf "Tisch reservieren" in der Google-Suche und auf Maps direkt auf Quandoo. Er verschwindet nicht von selbst, er führt ab Oktober auf eine tote Strecke, bis ein neues System hinterlegt oder der Eintrag bereinigt ist.
  • Die Gästedaten. Reservierungshistorie, Stammgäste, Kontakte, No-Show-Vermerke: alles liegt bei Quandoo. Nach der Abschaltung gibt es niemanden mehr, bei dem man sie anfordern kann.
  • Die Quandoo-Bewertungen. Sie waren ohnehin nie auf die eigene Seite übertragbar und gehen mit der Plattform offline. Google-Bewertungen sind davon nicht betroffen.

Drei Ausgangslagen, drei Wege

Lage 1: Widget auf der eigenen Website

Die komfortabelste Position. Die Website gehört dem Lokal, nur der Buchungsbaustein muss getauscht werden: altes Widget raus, neues System rein, Google-Knopf umhängen. Wer Zugriff auf seine Website hat oder weiß, wer sie betreut, erledigt das in Tagen, nicht Wochen. Die einzige echte Falle ist Warten bis September, wenn alle gleichzeitig ihre Webleute suchen.

Lage 2: Quandoo war der einzige buchbare Ort

Hier geht mit der Plattform die gesamte Online-Präsenz verloren, nicht nur die Reservierung. Der Weg führt über eine eigene Website mit eingebauter Buchungsstrecke, und sei sie noch so schlank: eine Seite mit Karte, Öffnungszeiten, Fotos und einem Reservierungsformular reicht für den Start. Wie Wiener Restaurant-Websites im Schnitt dastehen, haben wir in einem eigenen Test von 18 Wiener Restaurant-Websites gemessen, die Latte ist niedriger, als viele glauben.

Lage 3: Premium-Partner mit laufender Grundgebühr

169 der 402 Wiener Lokale waren bei unserer Zählung Premium-Partner. Sie zahlten eine monatliche Grundgebühr, dazu kamen bei Buchungen über das Quandoo-Netzwerk Gebühren von bis zu 3,50 Euro pro Gast. Buchungen über das Widget auf der eigenen Website waren provisionsfrei. Diese Betriebe haben ein eingespieltes Budget für Reservierungstechnik, die Frage ist nur, wohin es ab Oktober fließt: in das nächste Abo oder einmalig in ein eigenes System.

Die Checkliste bis 30. September

  1. Gästedaten exportieren, jetzt. Reservierungshistorie und Kontakte bei Quandoo anfordern, solange es Ansprechpartner gibt. Für personenbezogene Datenauskünfte nennt Quandoo die Adresse dataprotection@quandoo.com. Das ist der einzige Punkt der Liste, der nach der Abschaltung unwiederbringlich ist.
  2. Nachfolgesystem wählen. Abo, Gratis-Tool oder eigene Buchungsstrecke, die Optionen stehen im nächsten Abschnitt.
  3. Widget auf der Website tauschen. Nicht erst, wenn es tot ist. Ein toter Reservieren-Knopf kostet Buchungen und sieht nach zugesperrtem Lokal aus.
  4. Google-Profil umhängen. Der Reservieren-Knopf im Google-Unternehmensprofil muss auf das neue Ziel zeigen, sonst laufen ab Oktober genau die Gäste ins Leere, die schon buchen wollten.
  5. Stammgäste informieren. Ein Hinweis auf der Website und in der Instagram-Bio, wohin man ab sofort reserviert. Unspektakulär, wird aber fast immer vergessen.

Der Markt der Nachfolger, mit echten Preisen

Um die 402 Wiener Quandoo-Kunden ist ein Verteilungskampf im Gang. Mehrere Anbieter werben aktiv mit kostenloser Migration, verdienen danach aber am Abo. Daneben existiert eine zweite Gruppe: Selbstbedienungs-Tools mit Gratis-Stufen, die kein Vertrieb aktiv anbietet, weil an ihnen kaum jemand verdient. Beide Gruppen im Überblick, Preise Stand August 2026, netto, ohne Gewähr:

Die Abo-Systeme mit aktiver Abwerbe-Kampagne

AnbieterMigrationKosten danach
Zenchefkostenlos, mit eigener Kampagne für Quandoo-Kundenrund 69 bis 119 Euro im Monat je nach Paket
Gastronautkostenlos, vom Anbieter selbst mit "Wert: 500 Euro" beziffertSystem gratis bis 30.09., danach Preis auf Anfrage
resmioLandingpage samt UmstiegsrechnerGratis-Stufe mit Anbieter-Branding, Premium 69,90 im Monat
alenoMigration für Quandoo-Premium-Kundenauf Anfrage, Zielgruppe gehobene Gastronomie

Nichts davon ist unseriös. Die Systeme sind ausgereift, die Migration funktioniert. Nur die Rechnung sollte jeder kennen: Ein Abo von 69 bis 119 Euro im Monat sind 828 bis 1.428 Euro im Jahr, jedes Jahr, und die Gäste- und Buchungsdaten liegen wieder bei einer Plattform. Das Modell, das mit Quandoo gerade endet, wird in neuer Farbe weitergeführt.

Die Selbstbedienungs-Tools, die kein Vertrieb zeigt

ToolGratis-StufeBezahlt abReservieren mit Google
CentralPlannerbis 50 Reservierungen im Monat19,90 im Monatkeine Angabe
resOSbis 25 Buchungen im Monat45 im Monatkeine Angabe
DISH Reservation (Metro)Starter-Paket gratisProfessional rund 54 im Monatja
Teburio30 Tage Test29 im Monat, Google-Knopf ab dem 59er-Paketja, ab Professional

Für ein Lokal mit überschaubarem Online-Buchungsaufkommen deckt eine Gratis-Stufe den kompletten Bedarf: Widget auf die eigene Website, fertig, null Euro im Monat. Diese Tools tauchen in kaum einem Beratungsgespräch auf, weil niemand eine Provision daran verdient, sie zu empfehlen. Genau deshalb stehen sie hier.

Die Rechnung auf drei Jahre

Der ehrlichste Vergleich ist nicht der Monatspreis, sondern die Summe über drei Jahre:

WegJahr 1drei Jahre
Abo-System, mittleres Paket (rund 100 im Monat)rund 1.200rund 3.600, danach läuft es weiter
Gratis-Tool auf bestehender Website, Umbau einmaligUmbaukosten einmal, Tool 0 bis 20 im MonatUmbaukosten plus höchstens 720

Das Abo kauft Komfort und Support, der eigene Weg kauft Unabhängigkeit. Beides ist legitim. Nur blind ins nächste Abo zu wechseln, weil der Anrufer freundlich war und die Migration gratis, ist die eine Entscheidung, die man in drei Jahren bereut.

Der dritte Weg: die Reservierung gehört der eigenen Website

Wir bauen Websites für Wiener Betriebe, deshalb ist unsere Position hier offen deklariert: Wir halten den Weg über die eigene Website für den robustesten. Das Buchungstool läuft dabei auf den Namen und die Zahlungsdaten des Wirts, nicht auf unsere, es gibt keine Provision pro Gast, und wenn ein Tool-Anbieter eines Tages ebenfalls zusperrt, ist es ein Bausteintausch und kein zweiter Plattform-Abschied.

Konkret heißt das bei uns: Der Umbau einer bestehenden Website auf ein eigenes Reservierungssystem kostet einmalig 490 Euro, eine neue Website mit eingebauter Reservierung 999 Euro, jeweils Einmalzahlung, kein Abo. Dazu gehören der Quandoo-Datenexport, solange er noch möglich ist, das Umhängen des Google-Knopfs und der Hinweis für Stammgäste. Wer den Umbau lieber selbst oder mit der eigenen Agentur macht: Die Checkliste oben ist vollständig, es fehlt kein geheimer Schritt.

Häufige Fragen zur Quandoo-Einstellung

Geht meine Website offline, wenn Quandoo abschaltet?

Nein. Die eigene Website läuft weiter, nur das eingebettete Quandoo-Widget stellt den Dienst ein. Offline geht am 31.12. ausschließlich, was bei Quandoo selbst liegt: das Profil, die Fotos dort, die Bewertungen dort. Wer keine eigene Website hat, verliert allerdings seinen einzigen buchbaren Ort im Netz.

Was passiert mit dem Reservieren-Knopf im Google-Profil?

Er verschwindet nicht automatisch. Zeigt er auf Quandoo, führt er ab Oktober ins Leere, bis im Google-Unternehmensprofil ein neuer Anbieter hinterlegt oder der Link entfernt wird. Das sollte in derselben Woche passieren wie der Widget-Tausch, denn dieser Knopf fängt genau die Gäste, die schon reservieren wollten.

Bekomme ich meine Gästedaten von Quandoo?

Solange die Plattform läuft, gibt es Ansprechpartner, danach nicht mehr. Partnerbetriebe fordern ihre Reservierungs- und Gästedaten am besten sofort über ihre gewohnten Quandoo-Kontakte an. Für personenbezogene Datenauskünfte nennt Quandoo auf seiner Info-Seite die Adresse dataprotection@quandoo.com. Je näher der 31.12. rückt, desto unwahrscheinlicher wird eine Antwort.

Muss ich wieder ein monatliches Abo nehmen?

Nein. Abo-Systeme wie Zenchef oder resmio sind ein gangbarer Weg, aber keiner ist Pflicht. Tools mit Gratis-Stufen wie CentralPlanner (bis 50 Reservierungen im Monat) oder resOS (bis 25 Buchungen) decken den Bedarf vieler Lokale mit null Euro im Monat, eingebettet auf der eigenen Website. Die Stufen darüber beginnen bei rund 20 Euro.

Reicht es nicht, wieder nur telefonisch zu reservieren?

Möglich ist es, es kostet nur leise Umsatz. Wer um 22 Uhr für Samstag reservieren will, ruft nicht am nächsten Vormittag an, er bucht beim Lokal, bei dem es sofort geht. Die 402 Wiener Quandoo-Lokale haben ihren Gästen jahrelang genau diese Möglichkeit gegeben, sie ersatzlos zu streichen, ist ein Rückschritt, den Gäste bemerken.

Dein Lokal hängt noch an Quandoo?

Schick uns deine Website oder deinen Google-Eintrag. Wir sagen dir kostenlos, was bei dir konkret betroffen ist und welches System zu deinem Haus passt, mit Preisen, auch wenn du die Umstellung ohne uns machst. Umbau der bestehenden Website ab €490, neue Website mit Reservierung €999, jeweils einmalig.

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Webdesign & SEO aus Wien. Wir bauen Websites für lokale Betriebe in ganz Österreich.

Aktualisiert August 2026

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