Dienstagabend, 19:40. Ein Wasserrohr in einer Altbauwohnung in der Zieglergasse tropft. Die Bewohnerin tippt ins Handy: „Installateur 1070 Wien“. Nicht „Installateur Wien“. Sie will jemanden aus dem Bezirk.
Google zeigt drei Ergebnisse mit Karte. Zwei haben Websites. Einer nur ein Google-Profil ohne Seite. Sie klickt auf den ersten Treffer: „Ihr Installateur in Neubau“, Telefonnummer oben rechts, Bewertungen von Kunden aus dem 7. Bezirk. Sie ruft an. Der Installateur ist in 15 Minuten da.
Der dritte Treffer bekommt den Anruf nicht. Obwohl er zwei Gassen weiter seit 22 Jahren sein Geschäft hat. Weil er für Google in diesem Moment nicht existiert.
Warum Bezirk schlägt Stadt
„Installateur Wien“ liefert 200.000 Google-Ergebnisse. „Installateur 1070 Wien“ liefert 20.000. Zehnmal weniger Konkurrenz. Und die Zielgruppe ist präziser, weil der Suchende schon signalisiert hat, wo er jemanden braucht.
Das Muster gilt überall: „Friseur Wien“ bringt 310.000 Ergebnisse, „Friseur 1020 Wien“ nur 28.000. „Zahnarzt Wien“ liefert 450.000 Treffer, „Zahnarzt Leopoldstadt“ 35.000. Die Konkurrenz schrumpft um Faktor 10, sobald ein Bezirk im Spiel ist.
Und Wiener suchen nach Bezirk. Sie suchen „Tierarzt 1030“, „Hundepflege Landstraße“, „Steuerberater beim Rochusmarkt“. Wien ist so gebaut: Jeder Bezirk hat eigene Einkaufsstraßen, eigene Identität. Die Josefstadt fühlt sich anders an als Simmering. Und genau so wird gesucht.
Die vier Suchmuster der Wiener
Bezirksnummer: „Friseur 1020“, „Pizzeria 1150“. Das häufigste Muster – kurz, schnell getippt, besonders am Handy.
Bezirksname: „Installateur Leopoldstadt“, „Yoga Mariahilf“. Noch deutlicheres Signal an Google.
Grätzel und Landmarks: „Restaurant Karmelitermarkt“, „Blumen Brunnenmarkt“. Wenig Suchvolumen, aber extrem hohe Kaufabsicht.
U-Bahn-Stationen: „Massage nähe U3 Zieglergasse“. Wien hat über 100 Stationen. Wer seine Adresse mit der nächsten Station versieht, wird für diese Suchen sichtbar.
Eine Website die nur „Ihr Handwerker in Wien“ sagt, fängt keines dieser vier Muster ab. Sie konkurriert gegen alle Betriebe der Stadt, statt gegen drei bis fünf im Bezirk.
23 Bezirke, 23 verschiedene Spielfelder
Touristen-Bezirke (1., 6., 7., 8.): Höchste Ladendichte, stärkste Gastro-Konkurrenz – aber fast niemand hat englische Inhalte. „Best coffee near Museumsquartier“ hat null Konkurrenz. Wer als Friseur im 8. Bezirk „Barber 1080 Vienna“ auf seiner Seite stehen hat, bekommt Touristen-Kunden die sonst nie von ihm erfahren hätten.
Grätzel-Bezirke (2., 5., 15., 16.): Karmelitermarkt, Brunnenmarkt, Reindorfgasse. Hier suchen Leute nach Grätzel-Namen, nicht nach PLZ. „Restaurant Brunnenmarkt“ hat mehr Volumen als „Restaurant 1160“.
Wohn-Bezirke (10., 11., 12., 14.): Handwerker, Ärzte, Alltagsdienstleister. Die Online-Konkurrenz ist erstaunlich gering. Favoriten allein hat 210.000 Einwohner – größer als Linz – und trotzdem haben die meisten Betriebe keine Website. Wer als Erster eine bezirksoptimierte Seite hat, dominiert sofort.
Flächen-Bezirke (21., 22., 23.): So groß dass eine reine Bezirksoptimierung nicht reicht. „Installateur Aspern“, „Tierarzt Stammersdorf“ – hier braucht es Unterseiten für Siedlungen.
Gehobene Bezirke (4., 13., 18., 19.): Kunden vergleichen sorgfältiger, erwarten hochwertigen Online-Auftritt. Eine Baukasten-Website wirkt hier wie ein handgeschriebenes Schild an der Tür.
Was eine Wiener Website können muss
Was kostet Webdesign in Wien?
- ✗ €0-50 + €10-30/Monat + 20-40 Stunden Eigenarbeit
- ✗ Kein Bezirks-SEO möglich
- ✗ In Wien mit 300 Malern landest du damit auf Seite 5
- ✗ Sieht aus wie jeder zweite Betrieb
- ✗ €3.000-15.000+ Einmalkosten
- ✗ 4-12 Wochen Wartezeit
- ✗ Projektmanager, Konzeptphase, Abstimmungsrunden
- ✗ Für einen Installateur im 16. Bezirk nicht tragbar
- ✓ Einmalkosten, kein Abo
- ✓ 1-2 Wochen fertig, Express 3-5 Tage (+€49)
- ✓ Handcodiert, kein Template, kein WordPress
- ✓ Bezirks-SEO für deinen Bezirk und Nachbarbezirke inkludiert
Die Rechnung: Ein Handwerker im 10. Bezirk gewinnt 3 Neukunden pro Monat über Google. Auftragswert je 200–500€. Das sind 600–1.500€ zusätzlicher Umsatz pro Monat. Die Website hat sich nach dem ersten Monat bezahlt.