Erst rechnen, dann vergleichen. Ein Buchungstool für 165 Euro im Monat kostet in fünf Jahren 9.900 Euro. Das ist kein Extremfall, sondern die Mitte der Spanne, die Doctolib in Österreich aufruft. Dieselben fünf Jahre kosten bei Appointmed 1.800 bis 4.800 Euro, bei einer direkt in die Website eingebauten Buchung einmalig 799 Euro. Welcher Weg der richtige ist, hängt selten am Preis. Er hängt daran, ob dein Kalender an eine Praxissoftware angebunden sein muss oder nicht.
Kurz gesagt: Online-Terminbuchung kostet in Österreich laufend 30 bis 200 Euro im Monat. Appointmed liegt laut Preisseite bei 30 bis 80 Euro, Latido bei 50 bis 100, Offisy bei 70 bis 150 plus 200 bis 500 Euro Einrichtung, Doctolib bei 130 bis 200 Euro. TerminOnline der Ärztekammer ist für Mitglieder kostenlos, deckt aber nur Ordinationen ab. Eine in die eigene Website eingebaute Buchung kostet bei PIKSEL einmalig 799 Euro statt monatlich, dafür ohne Anbindung an eine Praxis- oder Kassensoftware.
Geschrieben bei PIKSEL in Wien. Preise aus den öffentlichen Preisseiten der genannten Anbieter, Stand 2026. Nutzungszahlen aus Bitkom Research (Dezember 2025), Ausfallkosten aus der MARKET-Studie für die WKO-Bundesinnung (2023). Zuletzt geprüft am 5. August 2026.
Quelle Nutzen-Zahl: Bitkom Research für Bitkom e.V., n=1.145 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, telefonisch, Dezember 2025. Preise: Anbieter-Preisseiten 2026.
Warum überhaupt ein Tool und nicht das Telefon?
Weil der Vorteil nicht die Bequemlichkeit ist, sondern das umgangene Telefon. Auf die Frage nach dem Hauptvorteil der Online-Buchung nennen 84 Prozent die Unabhängigkeit von der Telefon-Erreichbarkeit, erst danach kommen flexible Terminwahl mit 58 Prozent und automatische Erinnerungen mit 43 Prozent. Im selben Zeitraum ist der Anteil derer, die schon einmal online einen Arzttermin vereinbart haben, von 36 Prozent im Jahr 2023 auf 64 Prozent gestiegen.
Quelle: Bitkom Research für Bitkom e.V., n=1.145, Deutschland, Dezember 2025. Für Österreich existiert keine vergleichbare Erhebung, die Zahlen sind als Richtung zu lesen, nicht als AT-Wert.
Dazu kommt die Uhrzeit. Die Salonsoftware Phorest hat über 5.000 Salons und Spas ausgewertet: 46 Prozent aller Online-Buchungen passieren außerhalb der Öffnungszeiten, 28 Prozent davon abends nach Ladenschluss. Das sind Daten aus Großbritannien, Irland und den USA, eine österreichische Erhebung dazu gibt es nicht. Wer nur telefonisch annimmt, verkauft also nur zur eigenen Bürozeit, und in vielen Betrieben ist zur Bürozeit niemand frei: 84,5 Prozent der österreichischen Kosmetik-, Fußpflege- und Massagebetriebe sind Ein-Personen-Unternehmen, bei Friseuren sind es 57,8 Prozent.
Quellen: Phorest Salon Software, Auswertung von über 5.000 Salons und Spas, 2019. WKO-Branchendaten, Fachverband der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure sowie Fachverband der Friseure, Stand Mai 2026.
Der Rückruf als Ersatzlösung trägt nicht mehr. Eine Praxis beschreibt in einem Beitrag auf Reddit, wie halbe Vormittage dafür draufgingen, Terminbestätigungen auf Anrufbeantworter zu sprechen, die niemand abhört. Patienten heben bei unbekannten Nummern schlicht nicht mehr ab. Nach der Umstellung auf SMS antworten sie wieder. Der Betrieb nennt keine Zahl dazu, deshalb steht hier auch keine.
Was kostet Online-Terminbuchung in Österreich?
Zwischen 0 und 200 Euro im Monat, je nachdem, wie viel Software du mitkaufst. Ein reiner Kalender mit Erinnerungen liegt am unteren Ende, eine Plattform mit eigenem Patientenverzeichnis am oberen. Die Tabelle zeigt die sieben Wege, die in Österreich realistisch zur Wahl stehen, mit dem, was sie laufend und einmalig kosten.
| Weg | Für wen | Laufend pro Monat | Einmalig | Software-Anbindung |
|---|---|---|---|---|
| Doctolib | Ordinationen, Wahlärzte | 130-200 Euro | nicht öffentlich ausgewiesen | ja, dazu eigenes Patientenverzeichnis |
| Offisy | Studios, Therapie, Ordinationen | 70-150 Euro | 200-500 Euro Einrichtung | ja, mit Kundenkartei und Kasse |
| Appointmed | Ordinationen, Therapiepraxen | 30-80 Euro | nicht öffentlich ausgewiesen | ja |
| Latido | Ordinationen | 50-100 Euro | nicht öffentlich ausgewiesen | ja, Teil der Ordinationssoftware |
| TerminOnline der Ärztekammer | Kammermitglieder | 0 Euro | 0 Euro | eingeschränkt |
| Baukasten-Widget (Jimdo, Wix) | Betriebe mit Baukasten-Seite | im Tarif enthalten | 0 Euro | nein |
| In die Website eingebaut | Studios, Friseure, Wahlärzte, Tierarztpraxen | 0 Euro an uns | 799 Euro für die ganze Website | nein |
Quelle Preise: öffentliche Preisseiten von Doctolib, Offisy, Appointmed und Latido, Stand 2026. TerminOnline ist nach Angaben der Ärztekammer für Mitglieder kostenlos, den aktuellen Funktionsumfang bestätigt dir deine Kammer direkt, wir haben ihn nicht selbst getestet. Domain und Hosting fallen bei jedem der sieben Wege zusätzlich an.
Wo die Baukasten-Widgets an ihre Grenze kommen
Jimdo und Wix bringen eine Buchungsfunktion mit, und für einen Ein-Personen-Betrieb mit einer Leistung und einem Kalender reicht sie oft. Drei Dinge solltest du vorher wissen. Erstens hängt die Buchung am Tarif: Fällt der Tarif weg, fällt der Kalender mit. Zweitens lädt das Widget als zusätzliches Skript, was auf schwachen Handynetzen jene Sekunden kostet, in denen die Kundin sonst schon gebucht hätte. Drittens steigt der Preis, ohne dass du gefragt wirst.
Genau dazu gibt es eine gut dokumentierte Nutzerbeschreibung: Ein Betreiber schildert in einem Reddit-Thread, wie sein Wix-Tarif über zehn Jahre von 5,25 Dollar im Monat auf 150 Dollar im Jahr und dann auf 348 Dollar im Jahr kletterte, nach seiner Darstellung ohne Ankündigung, und der Support habe erklärt, daran sei nichts zu ändern. Das ist eine Einzelstimme, keine Erhebung. Als Frage an jeden Anbieter taugt sie trotzdem: Was passiert mit meinem Preis in Jahr drei?
Die 5-Jahres-Rechnung: was das Abo wirklich kostet
Ein Monatspreis wirkt klein, weil er klein ausgesprochen wird. Fünf Jahre sind eine realistische Lebensdauer für ein Terminsystem, deshalb steht hier die Summe und nicht die Rate.
| Weg | 1 Jahr | 3 Jahre | 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| Doctolib (130-200 Euro/Monat) | 1.560-2.400 Euro | 4.680-7.200 Euro | 7.800-12.000 Euro |
| Offisy (70-150 Euro/Monat plus Setup) | 1.040-2.300 Euro | 2.720-5.900 Euro | 4.400-9.500 Euro |
| Latido (50-100 Euro/Monat) | 600-1.200 Euro | 1.800-3.600 Euro | 3.000-6.000 Euro |
| Appointmed (30-80 Euro/Monat) | 360-960 Euro | 1.080-2.880 Euro | 1.800-4.800 Euro |
| TerminOnline der Ärztekammer | 0 Euro | 0 Euro | 0 Euro |
| Website mit eingebauter Buchung | 799 Euro | 799 Euro | 799 Euro |
Eigene Berechnung auf Basis der Anbieter-Preisseiten 2026, Monatspreis mal Laufzeit, bei Offisy zuzüglich einmaliger Einrichtung. Domain und Hosting sind in keiner Zeile enthalten, sie fallen überall an.
Ehrlich dazu gehört die andere Hälfte der Rechnung. Wer bei uns die laufende Betreuung dazubucht, zahlt 149 Euro im Monat, das sind über fünf Jahre 8.940 Euro. Damit liegt dieser Weg im selben Feld wie Doctolib. Der Unterschied ist, was drinsteckt: dort ein Kalender samt Patientenverzeichnis, hier die Pflege der gesamten Website inklusive aller Änderungen. Die Betreuung ist optional und jederzeit kündbar, die Buchung läuft auch ohne sie weiter.
Zum Vergleich: Doctolib allein kostet in fünf Jahren 7.800 bis 12.000 Euro.
Wer braucht welches System?
Die häufigste teure Fehlentscheidung ist nicht der zu teure Anbieter, sondern der zu große. Ein Studio, das eine Ordinationssoftware mit Abrechnungsmodul bezahlt, kauft neunzig Prozent Funktionen, die es nie öffnet. Fünf Fälle, fünf klare Antworten.
Kassenordination: das Tool muss zur Praxissoftware passen
Hier entscheidet nicht der Preis, sondern die Anbindung. Wenn der Termin nicht in derselben Software landet, in der Karteikarte, Diagnose und Abrechnung liegen, entsteht ein zweiter Kalender, und der zweite Kalender ist immer der falsche. Realistisch bleiben damit das Modul der eigenen Ordinationssoftware, Doctolib oder TerminOnline der Ärztekammer. Was auf der eigenen Website steht, ist dann ein Button, der dorthin führt, nicht ein zweites System.
Wahlarzt und Therapiepraxis: hier hast du die freie Wahl
Ohne Kassenvertrag fällt der Zwang zur Anbindung weg. Übrig bleibt die Frage, ob du für Patienten sichtbar sein willst, die dich noch nicht kennen. Eine Plattform bringt genau das und kostet 130 bis 200 Euro im Monat dafür. Eine Buchung auf der eigenen Seite fängt die Menschen ab, die deinen Namen schon gegoogelt haben. Wer beides hat, zahlt die Plattform nur noch für Neukontakte statt für Bestandspatienten, die ohnehin gekommen wären.
Kosmetik- und Ästhetikstudio: ein Kalender, eine Liege, ein Mensch
84,5 Prozent dieser Betriebe in Österreich sind Ein-Personen-Unternehmen. Das Tool muss deshalb genau zwei Dinge können: die Behandlungsdauer je Leistung kennen und selbstständig erinnern. Alles darüber ist Beiwerk. Die Spanne von 30 bis 80 Euro im Monat deckt das, die eingebaute Variante auf der eigenen Seite ebenso. Ausführlicher steht das im Leitfaden für Kosmetikstudio-Websites.
Friseursalon: mehrere Stühle, mehrere Dauern, echte Ausfallkosten
Ein Salon braucht Mitarbeiter-Zuordnung und unterschiedliche Dauern je Leistung, sonst verplant das System den Farbtermin wie den Trockenschnitt. Der zweite Punkt ist die Ausfallgebühr, und dafür gibt es in Österreich eine belegte Zahl: Ein Salonbesuch kostet im Schnitt 53,56 Euro, bei Frauen 78,06 Euro, bei Männern 26,43 Euro. Zwei geplatzte Damentermine im Monat sind damit über ein Jahr mehr als 1.800 Euro. Mehr dazu im Guide für Friseursalon-Websites.
Quelle: MARKET Marktforschung für die WKO-Bundesinnung der Friseure, n=2.003, repräsentativ für Österreich, Befragung April 2023.
Handwerk und Bau: hier ist der freie Slot der falsche Gedanke
Ein Installateur kann keinen 45-Minuten-Slot verkaufen, ohne den Schaden gesehen zu haben. Trotzdem ist die Lücke hier am größten: Von 500 geprüften Handwerker-Websites boten genau vier eine Online-Terminvergabe an, 88 Prozent nennen keine Preise. Bei einem Test mit 500 standardisierten Anfragen blieben bei Dachdeckern 63 von 100 Anfragen unbeantwortet, nur 7 führten zu einem Terminangebot. Der passende Baustein ist deshalb kein Kalender, sondern ein Rückruf-Fenster: Der Kunde wählt Fotos, Ort und zwei Zeitfenster, in denen er erreichbar ist, und bekommt eine automatische Bestätigung mit einer Zusage, bis wann jemand zurückruft.
Quellen: Mosler und Team handwerk-digital, Webseiten-Check Handwerk, 500 Websites aus 5 Gewerken, Juli 2025. Aroundhome, 500 standardisierte Testanfragen, Mai 2026. Beide Erhebungen aus Deutschland.
Zwei Sonderfälle stehen daneben. Restaurants buchen keine Termine, sondern Tische, dafür gelten eigene Regeln und eigene Portalkosten, nachzulesen im Vergleich zur Quandoo-Alternative für Wien. Tierarztpraxen wiederum brauchen die Trennung zwischen Routine und Notfall, das steht im Artikel zur Website für Tierärzte.
Unsicher, welcher der sieben Wege zu deinem Betrieb passt?
Zwei Sätze genügen: wie deine Termine heute reinkommen und was du dafür im Monat zahlst. Du bekommst dieselbe Fünf-Jahres-Rechnung wie in der Tabelle oben, nur mit deinen Zahlen, auch dann, wenn am Ende dasteht, dass dein bestehendes Tool bleiben soll.
Was eine eingebaute Buchung nicht kann
Der ehrliche Teil, den Anbieter-Vergleiche gern weglassen. Eine Buchung, die wir direkt in deine Website bauen, hat vier klare Grenzen.
- Kein Sync mit der Praxissoftware. Der Termin landet in deinem Kalender und in deinem Postfach, nicht automatisch in der Patientenkartei. Für eine Kassenordination mit e-card-Workflow ist das ein Ausschlusskriterium.
- Kein Marktplatz. Doctolib zeigt dich Menschen, die deinen Namen nie eingegeben haben. Die eigene Seite kann das nicht, sie bedient die Suche nach dir.
- Keine Abrechnung, keine Kasse. Wer Kundenkartei, Registrierkasse und Lagerstand in einem System will, kauft Software wie Offisy, nicht eine Website.
- Keine komplexe Ressourcenlogik. Wenn ein Termin gleichzeitig Gerät, Raum und Mitarbeiter blockieren muss und drei Kombinationen erlaubt sind, gehört das in ein Fachsystem.
Was bleibt: Leistung wählen, freien Termin wählen, Bestätigung per Mail, automatische Erinnerung davor, alles auf deiner Domain und in deiner Optik. Für einen Salon, ein Studio, eine Wahlarztordination oder eine Tierarztpraxis deckt das den Alltag ab. Für eine Kassenordination mit drei Behandlungsräumen deckt es ihn nicht, und dann sagen wir das vorher.
Bringt Online-Terminbuchung bessere Google-Rankings?
Nein. Im Local Search Ranking Factors Report 2026 von Whitespark, für den 47 Local-SEO-Fachleute 187 Faktoren gewichtet haben, landet die Termin-URL im Unternehmensprofil auf Platz 146. Online-Buchung ist ein Conversion-Hebel, kein Ranking-Hebel. Wer sie als SEO-Maßnahme verkauft bekommt, sollte nachfragen.
Zwei Dinge aus derselben Auswertung wirken dagegen sehr wohl aufs Ranking, und beide sind Website-Arbeit. Eine eigene Unterseite je Leistung ist der stärkste lokal-organische Faktor der ganzen Studie. Geöffnete Öffnungszeiten zum Zeitpunkt der Suche sind 2026 neu unter den Top 5 der Local-Pack-Faktoren gelandet. Die ehrliche Konsequenz daraus ist nicht, falsche Zeiten einzutragen, sondern die echte Erreichbarkeit zu verbreitern, zum Beispiel dadurch, dass abends niemand mehr anrufen muss, um einen Termin zu bekommen.
Quelle: Whitespark, Local Search Ranking Factors 2026, Befragung von 47 Local-SEO-Fachleuten zu 187 Faktoren.
Ausfälle: das System macht die unangenehme Ansage
Der wunde Punkt ist selten die Technik, sondern der Satz, den niemand sagen will. In einem Reddit-Thread mit über 500 Kommentaren rechnet der Mitinhaber einer Physiotherapie-Praxis vor: 13 Ausfälle im letzten Monat, rund ein Viertel aller Termine, Miete und Fixkosten laufen weiter. Sein Vorschlag einer Ausfallgebühr scheiterte am Einwand des Mitinhabers, das sei unhöflich gegenüber Stammkunden. Die meistbewertete Antwort im Thread war nüchtern: Andere Gesundheitsbetriebe verrechnen Ausfallgebühren, das ist Normalfall.
Interessanter als die Zahl ist der Weg, den der Poster daraus ableitet: Wenn ein System die Regel durchsetzt, wirkt sie wie ein Standardprozess und nicht wie eine persönliche Zurechtweisung. Nicht du sagst der Kundin etwas Unangenehmes, das Buchungsformular sagt es, bei jeder Buchung gleich. Drei Details aus demselben Thread, die in der Praxis den Unterschied machen:
- Nenn es Ausfallgebühr, nicht Anzahlung. Über die Reaktion entscheidet das Wort, nicht der Betrag.
- Führ die Regel zuerst nur für Neukunden ein. Stammkunden merken davon nichts, das Risiko sitzt ohnehin bei den Neuen.
- Sag die Regel vorher an, nicht danach. Ein Kunde beschreibt im selben Thread, dass ihm sein Barbier eine angekündigte Gebühr verrechnet hat, und dass er das fair fand.
Die Gegenstimme gehört dazu, sonst ist der Absatz Werbung: Mehrere Nutzer beschreiben Betriebe, die Ausfallgebühren kassieren und selbst eine halbe Stunde Verspätung normal finden. Die Regel trägt nur, wenn der Betrieb sie auf sich selbst anwendet. Belastbare Ausfallquoten für den deutschsprachigen Raum gibt es außerhalb der Gastronomie ohnehin nicht, die kursierenden Prozentwerte stammen aus Anbieter-Blogs ohne offengelegte Stichprobe. Deshalb steht hier keine Quote, sondern die Rechnung mit deinem eigenen Preis.
5 Fragen an jeden Anbieter, bevor du unterschreibst
- Wem gehören die Kundendaten, und wie exportiere ich sie? Wenn der Export nur auf Anfrage oder gar nicht geht, ist der Wechsel später teurer als jeder Monatspreis.
- Was kostet die Einrichtung zusätzlich? Bei Offisy sind laut Preisseite 200 bis 500 Euro einmalig fällig. Frag genau danach, der Monatspreis steht groß auf der Seite, das Setup selten.
- Wie lange bindet mich der Vertrag? Jahresbindung mit automatischer Verlängerung ist der Normalfall. Ein Preis, den man nicht kündigen kann, ist kein Preis, sondern eine Summe.
- Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag, und wo stehen die Server? Bei Gesundheitsdaten ist das keine Formsache. Was in Österreich dazugehört, steht in unserer DSGVO-Checkliste für Websites.
- Läuft die Buchung auf meiner Domain? Sonst schickst du Kunden zum Buchen auf eine fremde Seite, auf der neben dir drei Mitbewerber stehen.
Eine sechste Frage betrifft nicht das Tool, sondern den Dienstleister: Wer hostet, und was kostet das dort wirklich? In einem deutschsprachigen Preis-Thread warnt ein Nutzer genau davor, dass Anbieter monatliche Hosting-Gebühren für Dienste verrechnen, die sie selbst kostenlos oder fast kostenlos beziehen. Lass dir den Namen des Hosters geben und sieh dort auf die Preisliste. Mehr Muster dieser Art stehen unter Webdesigner-Abzocke erkennen.
Förderung: KMU.DIGITAL zahlt bis zu 30 Prozent
Für österreichische Klein- und Mittelbetriebe fördert KMU.DIGITAL Digitalisierungsprojekte inklusive Online-Buchungssystemen mit bis zu 30 Prozent der Umsetzungskosten, maximal 6.000 Euro Umsetzungsförderung. Das Budget läuft in Tranchen, die zeitweise ausgeschöpft sind, deshalb gilt: erst den Förderstatus prüfen, dann beauftragen, nicht umgekehrt. Die Beratung läuft über einen zertifizierten Berater, die Umsetzung darf jeder Dienstleister machen.
Was wir konkret bauen
Die Website kostet 799 Euro als Festpreis, das Sichtbarkeits-Setup mit Google-Profil und Bewertungen 399 Euro dazu, beides einmalig und ohne Abo. Die Buchung sitzt darin, auf deiner Domain, in deiner Optik, mit deinen Behandlungsdauern. Live in 14 Tagen. Läuft bei dir bereits Doctolib, Offisy, Appointmed oder Latido, binden wir das bestehende System ein, statt dir ein zweites zu verkaufen. Die laufende Betreuung für 149 Euro im Monat ist optional und jederzeit kündbar.
Was das im Vergleich zum restlichen Wiener Markt bedeutet, steht mit allen Zahlen im Überblick zu Website-Kosten in Wien. Für Ordinationen gibt es zusätzlich den Leitfaden zur Arzt-Website.
Häufige Fragen
Wie kann ich Patienten online Termine buchen lassen?
Über drei Wege: über eine Plattform wie Doctolib, über das Buchungsmodul deiner Ordinationssoftware wie Appointmed, Latido oder Offisy, oder über eine Buchung, die direkt in deine Website eingebaut ist. Laut Bitkom Research (n=1.145, Dezember 2025) laufen 58 Prozent der Online-Buchungen über Plattformen und 25 Prozent über die Praxis-Website. Für eine Kassenordination entscheidet die Anbindung an die Praxissoftware, für Wahlärzte ist die eingebaute Variante meist die günstigere.
Welches Online-Buchungstool passt zu einem Kosmetikstudio?
Eines, das Behandlungsdauern je Leistung kennt und automatisch erinnert. Appointmed liegt laut Preisseite bei 30 bis 80 Euro im Monat, Offisy bei 70 bis 150 Euro plus 200 bis 500 Euro Einrichtung. Ordinationsplattformen wie Doctolib sind für ein Studio überdimensioniert. Wer keine Kundenkartei mit Kassenfunktion braucht, fährt mit einer in die eigene Website eingebauten Buchung günstiger, weil sie einmalig statt monatlich kostet.
Was kostet ein Terminbuchungssystem für die Arztpraxis?
30 bis 200 Euro im Monat, je nach Anbieter. Appointmed 30 bis 80 Euro, Latido 50 bis 100 Euro, Offisy 70 bis 150 Euro plus Einrichtung, Doctolib 130 bis 200 Euro. TerminOnline der Ärztekammer ist für Mitglieder kostenlos. Über fünf Jahre gerechnet sind das bei Doctolib 7.800 bis 12.000 Euro, bei Appointmed 1.800 bis 4.800 Euro. Eine Website mit eingebauter Buchung kostet bei PIKSEL einmalig 799 Euro, ersetzt bei Kassenordinationen aber nicht die Anbindung an die Praxissoftware.
Kann ich Termine über WordPress oder Jimdo buchen lassen?
Ja, beide Wege gibt es. Bei Jimdo und Wix ist die Buchung an den Tarif gebunden: Fällt der Tarif weg, fällt der Kalender mit, und der Tarif kann steigen. Bei WordPress kommt die Buchung über ein Plugin, das gewartet und aktualisiert werden muss, sonst wird es zum Einfallstor. Beide Varianten laden zusätzliche Skripte und kosten Ladezeit. Für einen Ein-Personen-Betrieb mit einer Leistung reicht das trotzdem oft.
Was ist der beste digitale Terminplaner für einen Friseursalon?
Der, der drei Dinge kann: Mitarbeiter zuordnen, unterschiedliche Dauern je Leistung verwalten und automatisch erinnern. Alles andere ist Zusatz. Rechne den Preis gegen den Wert eines Termins: Ein Salonbesuch kostet in Österreich im Schnitt 53,56 Euro, bei Frauen 78,06 Euro (MARKET für die WKO-Bundesinnung, n=2.003, 2023). Ein Tool für 60 Euro im Monat ist bezahlt, sobald es einen Damentermin im Monat rettet, der sonst ausgefallen wäre.
Verbessert Online-Terminbuchung mein Google-Ranking?
Nein. Im Local Search Ranking Factors Report 2026 von Whitespark (47 Fachleute, 187 Faktoren) steht die Termin-URL im Unternehmensprofil auf Platz 146. Sie hilft bei der Conversion, nicht beim Ranking. Was in derselben Auswertung sehr wohl wirkt: eine eigene Unterseite je Leistung, die richtige Hauptkategorie im Unternehmensprofil und geöffnete Öffnungszeiten zum Zeitpunkt der Suche.
Kann ich mein bestehendes Buchungstool auf einer neuen Website behalten?
Ja. Läuft bei dir bereits Doctolib, Offisy, Appointmed oder Latido, binden wir das bestehende System in die neue Seite ein. Du zahlst die Tool-Gebühr weiter direkt beim Anbieter, ohne Aufschlag von uns. Ein zweites Buchungssystem daneben empfehlen wir nicht: Zwei Kalender für dieselben Zeiten sind der zuverlässigste Weg zur Doppelbuchung.
Rechne es mit deinen Zahlen durch, nicht mit unseren.
Nimm den Monatspreis deines Tools mal 60. Liegt die Summe über dem, was eine ganze Website mit eingebauter Buchung kostet, lohnt sich ein Gespräch. €799 Festpreis, live in 14 Tagen, kein Abo an uns.
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