Eine Seite. Alles drauf. Kein Klicken, kein Suchen, kein „Wo finde ich nochmal die Öffnungszeiten?“. Onepager sind der Gegentrend zum aufgeblähten Webauftritt - und für die meisten Kleinbetriebe in Österreich genau das Richtige. Warum, was das kostet und wann es doch mehr als eine Seite sein sollte: Alles in diesem Guide.
Was ist ein Onepager?
Ein Onepager - auch Onepage-Website oder Single-Page-Website - ist eine Website, die aus einer einzigen Seite besteht. Alle Inhalte sind untereinander angeordnet: Hero-Bereich, Leistungen, Über uns, Kontakt. Der Besucher scrollt nach unten statt zu klicken.
Das ist kein Minimalismus aus Faulheit. Es ist eine bewusste Entscheidung: Weniger Seiten bedeuten weniger Ablenkung, schnellere Ladezeiten und eine klare Nutzerführung. Der Besucher landet auf der Seite und wird Schritt für Schritt zum Kontaktformular geführt.
Für wen ein Onepager Sinn ergibt
- Handwerksbetriebe - Elektriker, Installateur, Maler. Du bietest 3-5 Leistungen an, willst gefunden werden, willst Anfragen bekommen. Fertig.
- Friseursalons & Kosmetikstudios - Preisliste, ein paar Fotos, Buchungsmöglichkeit. Mehr braucht kein Kunde.
- Neugründungen - Du bist frisch gestartet und brauchst schnell eine Onlinepräsenz. Ein Onepager steht in wenigen Tagen.
- Freiberufler & Berater - Portfolio, Referenzen, Kontakt. Eine Seite reicht.
- Lokale Dienstleister - Reinigung, Umzüge, Gartenpflege. Deine Kunden suchen auf Google, finden dich, rufen an.
Typische Onepager-Branchen im Detail: Friseursalons, Handwerker, Kosmetikstudios, Restaurants und Fitnessstudios - für jede Branche haben wir einen eigenen Guide mit Beispielen.
Wann du mehr als eine Seite brauchst
Ein Onepager ist nicht für jeden. Wenn einer dieser Punkte zutrifft, brauchst du eine Multi-Page-Website:
- Mehr als 10 Dienstleistungen - Auf einer Seite wird es unübersichtlich
- Blog oder Ratgeber - Content-Marketing braucht eigene Seiten für SEO
- Online-Shop - Produkte verkaufen geht nicht auf einer Seite
- Mehrere Standorte - Jeder Standort braucht seine eigene Unterseite für lokale SEO
- Recruiting - Karriereseiten brauchen eigene Bereiche
Unsicher, was für dich passt? Hier die Entscheidungshilfe.
Was ein guter Onepager braucht
Eine Seite heißt nicht, dass wenig drauf ist. Ein guter Onepager hat klare Sektionen:
Onepager vs. Multi-Page-Website
- ✓ Schnelle Ladezeit (< 2 Sekunden)
- ✓ Günstiger in der Erstellung
- ✓ Klare Nutzerführung von oben nach unten
- ✓ Perfekt für mobile Nutzer (scrollen statt klicken)
- ✓ Schneller fertig (oft unter 1 Woche)
- ✓ Ideal als Visitenkarte im Netz
- ✗ Begrenzte SEO-Möglichkeiten (nur 1 URL)
- ✗ Nicht geeignet für viele Inhalte
- ✗ Kein Blog möglich
- ✗ Schwieriger, für mehrere Keywords zu ranken
- ✗ Nicht skalierbar ohne Umbau
- ✗ Kann bei zu viel Inhalt unübersichtlich werden
Was kostet ein Onepager?
Die Preisspanne ist groß - weil die Qualität es auch ist.
| Variante | Kosten | Was du bekommst | Lieferzeit |
|---|---|---|---|
| Baukasten (Wix, Jimdo) | €0-50 + €10-30/Monat | Template, selbst gebaut, begrenzt anpassbar | 20-40h Eigenarbeit |
| Freelancer | €500-2.000 | Qualität variiert stark, Support unklar | 1-4 Wochen |
| Agentur | €2.000-8.000 | Individuell, aber teurer Overhead | 3-8 Wochen |
| PIKSEL | ab €799 | Individuell, SEO inkl., mobiloptimiert | Individuell |
Der Baukasten klingt zuerst günstig, aber rechne die laufenden Kosten auf 3 Jahre: bis zu €1.080 für ein Template, das hunderte andere auch nutzen. Plus 20-40 Stunden deiner Zeit. Die vollständige Kostenaufstellung: Was kostet eine professionelle Website?
Kein Template. Kein Selberbauen. Fertig in 1-2 Wochen.
Was den Preisunterschied ausmacht
Die Preisspanne bei Onepagern ist gross - und das hat Gründe. Nicht jeder Onepager ist gleich. Was du für dein Geld bekommst, hängt von diesen Faktoren ab:
- Individuelles Design vs. Template: Ein Baukasten-Template nutzen hunderte andere Betriebe. Ein individuell gestalteter Onepager ist einzigartig und auf deine Marke zugeschnitten. Das erklärt den Preisunterschied.
- SEO-Optimierung: Billige Anbieter überspringen Suchmaschinenoptimierung. Du sparst beim Onepager-Preis und zahlst langfristig mit Unsichtbarkeit bei Google.
- Mobile Optimierung: Über 60 % der Besucher kommen am Smartphone. Ein Onepager der am Handy nicht funktioniert, ist Geldverschwendung - egal wie günstig er war.
- Ladegeschwindigkeit: Die technische Umsetzung entscheidet. Ein sauber gebauter Onepager lädt in unter 2 Sekunden. Viele Baukasten-Onepager brauchen 4-6 Sekunden.
- Support nach dem Launch: Was passiert wenn das Kontaktformular nicht geht? Billig-Anbieter lassen dich allein. Seriöse Studios haben Support inklusive.
Deshalb ist die Frage nicht „Was kostet ein Onepager?“ sondern „Was bekomme ich für den Onepager-Preis?“ Eine Website, die Kunden bringt, oder eine die nur existiert?
Versteckte Kosten bei Onepagern
Bei den Onepage Preisen gibt es Posten, die erst später auftauchen:
- Domain: €10-20 pro Jahr für eine .at-Domain. Achte darauf, dass sie auf deinen Namen registriert ist.
- Hosting: €5-30 pro Monat. Bei manchen Studios inklusive, bei anderen extra.
- SSL-Zertifikat: Sollte kostenlos inklusive sein (Let's Encrypt). Wenn ein Anbieter dafür extra berechnet: Warnsignal.
- Änderungen nach dem Launch: Wie viel kosten nachträgliche Anpassungen? Klär das vorher.
SEO für Onepager: Was geht und was nicht
Das größte Argument gegen Onepager: SEO. Und ja, es gibt Einschränkungen. Aber für lokale Betriebe sind sie kleiner als du denkst.
Was funktioniert
- Lokale Suchanfragen - „Elektriker Wien 1050“ oder „Friseur Graz Jakomini“. Dafür reicht eine Seite.
- Google Business Profile - Dein Google-Eintrag ist für lokale SEO wichtiger als deine Website-Struktur.
- Page Speed - Onepager laden schneller. Und Ladezeit ist ein Rankingfaktor. Teste deine Seite: PageSpeed Insights.
- Mobile-First - Scrollen ist auf dem Handy natürlicher als Klicken. Google bewertet Mobile-First.
Was nicht funktioniert
- Mehrere Keywords abdecken - Mit einer URL kannst du realistisch für 1-3 Suchbegriffe ranken. Nicht für 20.
- Content-Marketing - Blogartikel brauchen eigene URLs. Auf einem Onepager geht das nicht.
- Regionale Abdeckung - Wenn du in Wien, Graz und Linz gefunden werden willst, brauchst du Unterseiten.
Fazit: Für einen lokalen Betrieb mit klarem Einzugsgebiet ist ein Onepager SEO-technisch völlig ausreichend. Grundlagen zur Suchmaschinenoptimierung: web.dev Performance Guide.
Performance: Warum Onepager schneller sind
Weniger Seiten = weniger HTTP-Requests = schnellere Ladezeit. Ein gut gebauter Onepager lädt in unter 2 Sekunden. Zum Vergleich: Die durchschnittliche WordPress-Seite braucht 3-5 Sekunden.
Warum das wichtig ist:
- 53 % der mobilen Nutzer verlassen eine Seite, die länger als 3 Sekunden lädt (Quelle: Google)
- Jede Sekunde Ladezeit kostet ca. 7 % Conversion Rate
- Core Web Vitals sind ein Google-Rankingfaktor - und Onepager performen hier besser
Von Onepager zu Multi-Page: Wann upgraden?
Ein Onepager ist kein Endstation. Wenn dein Betrieb wächst, kannst du erweitern:
- Du bietest neue Leistungen an, die eigene Seiten brauchen
- Du willst einen Blog starten für Content-Marketing
- Du expandierst in andere Städte/Regionen
- Du brauchst einen Online-Shop
Bei modernen Technologien wie Next.js ist das Erweitern unkompliziert - neue Seiten werden einfach hinzugefügt, ohne alles neu zu bauen. Mehr dazu: Website erstellen lassen - der komplette Guide.
Häufige Fragen
Was kostet ein Onepager vom Profi?
Die Spanne reicht von €0 (Baukasten mit laufenden Gebühren) bis €8.000 (Agentur). Für lokale Betriebe ist PIKSEL ab €799 meistens die beste Wahl: individuelle Gestaltung, SEO inklusive.
Ist ein Onepager für SEO schlechter als eine Multi-Page-Website?
Für breite Keyword-Strategien: ja. Für lokale Suche („Installateur Salzburg“): kaum ein Unterschied. Dein Google Business Profile macht bei lokaler Suche 60-70 % der Arbeit. Die Website muss schnell sein, mobil funktionieren und die Basics abdecken.
Kann ich später weitere Seiten hinzufügen?
Bei einer professionell gebauten Website: ja, problemlos. Bei Baukästen auch, aber dann verlierst du das Onepager-Konzept. Wichtig ist, dass die technische Basis stimmt. Wer mit Next.js oder einem modernen Framework arbeitet, kann jederzeit erweitern.
Wie lange dauert es, einen Onepager erstellen zu lassen?
Bei PIKSEL: schnelle Umsetzung ab €799. Bei Agenturen oft 4-8 Wochen (wegen Projektmanagement-Overhead). Freelancer liegen dazwischen.
Reicht ein Onepager für die KMU.DIGITAL Förderung?
Ja. Die KMU.DIGITAL Förderung fördert professionelle Websites unabhängig von der Seitenzahl. Auch ein Onepager wird mit bis zu 30 % gefördert (max. €6.000) - solange er von einem qualifizierten Dienstleister umgesetzt wird.
Brauche ich trotzdem ein Impressum und eine Datenschutzerklärung?
Ja, das ist gesetzlich vorgeschrieben. Die meisten Onepager lösen das mit separaten Unterseiten für Impressum und Datenschutz (die tauchen nicht in der Navigation auf, sind aber verlinkt). Streng genommen ist es dann kein „reiner“ Onepager mehr - aber das muss es auch nicht sein.
Onepager Beispiele: Was gute Onepage-Websites gemeinsam haben
Erfolgreiche Onepager für lokale Betriebe teilen diese Merkmale:
- Klare Hierarchy: Headline → Leistungen → Vertrauen → Kontakt. Kein Chaos, kein Durcheinander. Der Besucher weiß nach 3 Sekunden, wo er ist und was er tun soll.
- Schnelle Ladezeit: Unter 2 Sekunden. Kein aufgeblähtes WordPress-Theme, keine 15 eingebundenen Schriften, keine riesigen Bilder. Schlank und schnell.
- Echte Fotos: Kein Stockfoto von lachenden Business-Menschen. Dein Geschäft, dein Team, deine Arbeit. Authentizität schafft Vertrauen.
- Mobile-First: Der Onepager muss am Smartphone genauso gut funktionieren wie am Desktop. Buttons groß genug zum Tippen, Schrift lesbar ohne Zoomen, kein seitliches Scrollen.
- Ein CTA, konsequent: Anrufen? Formular ausfüllen? Online buchen? Wähl eine Hauptaktion und wiederhole sie. Nicht drei verschiedene CTAs die den Besucher verwirren.
Onepager für verschiedene Branchen
Je nach Branche braucht der Onepager andere Schwerpunkte:
- Handwerker: Leistungen, Einzugsgebiet, Telefonnummer klickbar. Der Kunde will schnell jemanden erreichen. Mehr dazu im Handwerker-Guide.
- Friseursalons: Preisliste, Fotos von Ergebnissen, Online-Buchung. Zum Friseur-Guide.
- Restaurants: Speisekarte, Öffnungszeiten, Reservierung, Google Maps. Zum Restaurant-Guide.
- Berater/Coaches: Über mich, Referenzen, Erstgespräch buchen. Hier zählt persönliches Vertrauen.
- Neugründungen: Alles auf einmal: Wer bin ich, was biete ich, wie erreichst du mich. Schnell online, später erweitern.
Fazit: Eine Seite reicht - wenn sie gut gemacht ist
Nicht jeder Betrieb braucht 15 Unterseiten, einen Blog und eine Karriereseite. Wenn du ein lokaler Dienstleister bist, der gefunden werden und Anfragen bekommen will, ist ein Onepager die schnellste, günstigste und effektivste Lösung. Im Studio bekommst du ihn ab €799 - deutlich günstiger als eine Agentur und professioneller als jeder Baukasten.
Die Bedingung: Er muss professionell umgesetzt sein. Schnell laden, mobil funktionieren, die richtigen Inhalte in der richtigen Reihenfolge. Ein schlechter Onepager ist genauso nutzlos wie eine schlechte 10-Seiten-Website.
Ein Onepager, der Anfragen bringt. Ab €799.
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