Markus betreibt seit acht Jahren eine Tischlerei in Graz. Drei Mitarbeiter, volle Auftragslage, aber keine Website. „Braucht kein Mensch“, hat er immer gesagt. Bis ein Freund ihn gefragt hat: „Wusstest du, dass dir der Staat bis zu €6.000 für eine Website zahlt?“ Wusste er nicht. Und er ist nicht allein - die meisten österreichischen Kleinbetriebe wissen nicht, dass es die KMU.DIGITAL Förderung gibt.
Was ist KMU.DIGITAL?
KMU.DIGITAL ist ein Förderprogramm der WKO und des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft. Ziel: Kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützen. Und eine Website ist der häufigste Anwendungsfall.
Das Programm läuft seit 2017 und wurde mehrfach verlängert. Die Förderung wird über die aws Förderbank (Austria Wirtschaftsservice) abgewickelt.
Wer wird gefördert?
Die Voraussetzungen sind überschaubar:
- EPU und KMU mit bis zu 49 Mitarbeitern
- WKO-Mitgliedschaft - wenn du einen Gewerbeschein hast, bist du automatisch Mitglied
- Betriebsstätte in Österreich
- Aufrecht gemeldet - kein ruhendes Gewerbe
Ob du Friseurin in Wien, Installateur in Linz oder Grafikdesignerin in Salzburg bist - solange du WKO-Mitglied bist und unter 50 Mitarbeiter hast, bist du förderberechtigt.
Was genau wird gefördert?
KMU.DIGITAL deckt einen breiten Bereich ab:
- Neue Website - der häufigste Fall
- Website-Relaunch - bestehende Seite komplett überarbeiten
- Online-Shop - E-Commerce-Lösungen
- SEO-Optimierung - Suchmaschinenoptimierung
- CRM-Systeme - Kundenverwaltung digitalisieren
- IT-Sicherheit - Datenschutz, Backups, Cybersecurity
- Social Media & Online-Marketing
Wichtig: Die Förderung gilt für die Umsetzung - also die tatsächlichen Kosten bei einem Dienstleister. Nicht für Baukasten-Abos wie Wix oder Jimdo.
Wie viel bekommst du?
Maximum: €6.000 Umsetzungsförderung pro Unternehmen.
Förderprojekte ab €2.000 Projektvolumen. Beispiel: Website €1.499, effektiv ab €1.049.
Ein Rechenbeispiel: Deine neue Website kostet einen individuellen Fixpreis. Die Förderung deckt 30 % (Projektvolumen €2.000-€30.000, max. €6.000 Förderung). Für eine professionelle, individuell gestaltete Website. Das ist oft weniger als ein Wix-Abo auf drei Jahre kostet.
Ablauf: So funktioniert die Förderung
Der Ablauf hat drei Phasen. Und die Reihenfolge ist entscheidend - wer sie nicht einhält, verliert den Anspruch.
Die 3 häufigsten Fehler
1. Keine Statusanalyse gemacht
Die Statusanalyse ist verpflichtend. Ohne sie gibt es keinen Förderantrag. Manche Betriebe versuchen, direkt den Antrag zu stellen - und werden abgelehnt. Die Beratung kostet wenig (wird separat gefördert) und dauert nur ein paar Stunden.
2. Website vor der Genehmigung beauftragt
Das ist der teuerste Fehler. Du bekommst ein tolles Angebot, unterschreibst sofort - und dann kommt die Genehmigung. Zu spät. Die aws zahlt nur Leistungen, die nach der Genehmigung beauftragt wurden. Kein Spielraum.
3. Baukasten statt Dienstleister
Wix, Jimdo, Squarespace - diese Tools werden nicht gefördert. Die Förderung gilt für Leistungen von qualifizierten Dienstleistern. Also Webdesigner, Agenturen, Studios. Wenn du überlegst, selbst zu basteln: Lies diesen Vergleich.
Mit Förderung vs. ohne Förderung
- ✗ Volle Kosten selbst tragen
- ✗ Oft Billiglösung gewählt aus Kostendruck
- ✗ Baukasten-Template statt individueller Lösung
- ✗ Kein professioneller Berater-Check
- ✗ Keine systematische Digitalisierungsstrategie
- ✓ 30 % Zuschuss, bis zu €6.000
- ✓ Professionelle Website mit 30% Zuschuss
- ✓ Statusanalyse zeigt blinde Flecken auf
- ✓ Maßnahmenplan vom zertifizierten Berater
- ✓ Max. €6.000 Umsetzungsförderung
Beispielrechnung: Was die Förderung konkret bringt
| Leistung | Kosten netto | Förderung (30 %) | Eigenanteil |
|---|---|---|---|
| Website (3 Seiten) | Individuell | 30% | 70% |
| Website (5+ Seiten) | Individuell | 30% | 70% |
| Website + SEO-Paket | Individuell | 30% | 70% |
| Website + Online-Shop | Individuell | 30% | 70% |
Bei PIKSEL bekommst du mit Förderung eine professionelle Website günstiger - individuell, mobiloptimiert, mit SEO. Was eine Website normalerweise kostet, erfährst du im Detail hier: Was kostet eine professionelle Website?
Welche Dienstleister kommen infrage?
Die aws schreibt nicht vor, welchen Webdesigner du nehmen musst. Du kannst frei wählen. Wichtig ist nur:
- Der Dienstleister muss eine ordentliche Rechnung ausstellen (mit UID-Nummer)
- Die Leistung muss nach der Genehmigung erbracht werden
- Es muss eine professionelle Dienstleistung sein (keine Baukasten-Lizenzen)
Ob Freelancer, Agentur oder PIKSEL - das entscheidest du. Einen Überblick über die verschiedenen Optionen findest du hier: Website erstellen lassen - der komplette Guide.
Zeitrahmen: Wie lange dauert das Ganze?
- Statusanalyse: 1-2 Wochen (Termin + Bericht)
- Antrag + Genehmigung: 2-4 Wochen
- Website-Umsetzung: 1-2 Wochen (je nach Anbieter)
- Abrechnung: 2-4 Wochen bis zur Auszahlung
Von Anfang bis Förderung auf dem Konto: realistisch 6-10 Wochen. Kein schneller Prozess, aber die Ersparnis durch die Förderung ist die Geduld wert.
Häufige Fragen zur KMU.DIGITAL Förderung
Kann ich die Förderung auch für einen Website-Relaunch nutzen?
Ja. Ob neue Website oder komplette Überarbeitung einer bestehenden - beides wird gefördert. Auch die Umstellung von einem Baukasten auf eine professionelle Lösung zählt. Mehr dazu: Website-Relaunch Guide.
Ich bin EPU ohne Mitarbeiter. Bin ich förderberechtigt?
Absolut. Ein-Personen-Unternehmen sind sogar eine der Hauptzielgruppen von KMU.DIGITAL. Solange du WKO-Mitglied bist und dein Gewerbe aufrecht ist.
Muss ich die Kosten vorstrecken?
Ja. Du bezahlst den Dienstleister zunächst selbst und reichst danach die Rechnung bei der aws ein. Die Förderung wird im Nachhinein ausbezahlt. Das dauert in der Regel 2-4 Wochen nach Einreichung.
Gibt es die Förderung auch für einen Online-Shop?
Ja. E-Commerce-Lösungen fallen unter die förderfähigen Maßnahmen. Egal ob Shopify-Integration, WooCommerce oder eine maßgeschneiderte Lösung.
Was passiert, wenn der Fördertopf leer ist?
Das Programm wird in Runden aufgelegt. Wenn eine Runde ausgeschöpft ist, wird meist eine neue geöffnet. Trotzdem: Nicht zu lange warten. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Aktuelle Infos direkt bei der WKO.
Die Förderung wartet - du musst sie nur abholen
Markus aus der Tischlerei hat es durchgezogen. Statusanalyse, Antrag, Website. Eigenanteil: deutlich unter dem Normalpreis. Heute steht er auf Seite 1 bei Google für „Tischler Graz“ und bekommt Anfragen über die Website, die er vorher über Mundpropaganda hätte mühsam aufbauen müssen.
Die Förderung existiert. Die Voraussetzungen sind niedrig. Der einzige Grund, sie nicht zu nutzen, ist: nicht wissen, dass es sie gibt. Und das hast du jetzt geändert.
Website ab €799. Für Förderprojekte ab €2.000: bis zu €6.000 Zuschuss. Beispiel Zahnarztpraxis: Website €1.499, mit KMU.DIGITAL effektiv ab €1.049.
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