Webdesign

Baukasten oder Profi-Website? 5 Systeme mit Preisen

Wix, Jimdo, Squarespace, Webflow oder WordPress? Kosten über 3 Jahre, Tempo-Daten, Buchungsfunktion und eine ehrliche Empfehlung für lokale Betriebe.

20-60 heigene Bauzeit, nie eingepreist
12 Min.

Ein Baukasten ist kein billiger Profi. Er ist ein anderes Werkzeug mit einer anderen Rechnung dahinter, und wer die Rechnung nicht kennt, entscheidet nach Bauchgefühl. Im größten englischsprachigen Forum-Thread zum Thema „Website für den kleinen Betrieb“, 436 Kommentare, steht ganz oben ein Tipp mit 117 Stimmen: ein No-Name-Baukasten für fünf Dollar im Monat. Ein anderer Nutzer rechnet vor, dass dieses Konto Monate nach dem Thread gepostet hat und trotzdem die meisten Stimmen sammelte. Es ist eine Anzeige. Deshalb steht in diesem Artikel keine Empfehlung, der du glauben musst, sondern die fünf Kriterien, an denen du die Systeme selbst misst: Kosten über drei Jahre, deine Zeit, Tempo, Buchung und was dir am Ende gehört.

Kurz gesagt: Baukästen kosten über drei Jahre 612 Euro (Wix Core) bis 1.188 Euro (Squarespace Business) und fordern zusätzlich 20 bis 60 Stunden deiner Zeit. WordPress liegt bei 1.400 bis 3.800 Euro inklusive Wartung. Eine individuell gebaute Website kostet bei PIKSEL 799 Euro einmalig, inklusive Online-Terminbuchung, und gehört dir. Für Vereine, Hobbyprojekte und den Test einer Geschäftsidee reicht ein Baukasten. Sobald der Betrieb über Google Kunden gewinnen und Termine ohne Telefon annehmen soll, kippt die Rechnung.

Geschrieben bei PIKSEL in Wien. Preise laut den Tarifseiten der Anbieter (jährliche Zahlung), Tempo-Daten aus dem Web Almanac 2025 von HTTP Archive. Zuletzt geprüft am 5. August 2026.

€612-1.188kosten Baukasten-Abos über 3 Jahre
20-60 hdeine eigene Bauzeit, in keinem Tarif eingepreist
0Design und Struktur nimmst du beim Wechsel mit

Was ist ein Baukasten, was ist eine Profi-Website?

Ein Baukasten ist ein Online-Werkzeug, in dem du eine Vorlage wählst, Texte und Bilder einsetzt und per Klick veröffentlichst. Kein Programmieren, kein Hosting, kein technisches Wissen. Die bekanntesten sind Wix, Jimdo und Squarespace, dazu WordPress mit Theme und Plugins und Webflow als Werkzeug für Profis.

Eine Profi-Website wird für einen Betrieb gebaut statt aus einer Vorlage angepasst: eigenes Design, schlanker Code, volle Kontrolle über SEO und Ladezeit. Du lieferst Inhalte, den Rest übernimmt jemand anderer. Beide Wege führen zu einer Website. Der Unterschied zeigt sich erst in Jahr zwei und drei, bei den Kosten, beim Tempo und bei der Frage, ob du die Seite wieder verlassen kannst.

Wix: der Allrounder mit endlosem Abo

Wix ist der bekannteste Baukasten weltweit, hunderte Vorlagen, ein Drag-and-Drop-Editor, der funktioniert, und der niedrigste Einstieg von allen. Der Ruf, technisch schwach zu sein, stimmt 2026 nicht mehr: Laut Web Almanac 2025 bestehen 74 Prozent der Wix-Seiten mobil die Core Web Vitals, der größte Zuwachs aller gemessenen Plattformen und über dem Web-Durchschnitt von 48 Prozent. Schema-Markup für lokale Betriebe, Blogs und Buchungen wird automatisch erzeugt.

Quelle: Web Almanac 2025, HTTP Archive, CMS-Kapitel.

Die echten Schwächen liegen woanders. Das Editor-Grundgerüst lädt bei jeder Seite mit, im Median rund 1.634 Kilobyte JavaScript, egal wie einfach die Seite ist. Ein vollständiger Export von Design und Struktur ist laut Wix-Hilfe nicht vorgesehen, beim Wechsel baust du neu. Der Tarif läuft, solange die Seite online sein soll, also unbegrenzt. Alle Zahlen dazu stehen im Wix-Vergleich.

Geeignet für: Hobbyprojekte, Vereine, befristete Landingpages, den Test einer Geschäftsidee.

Jimdo: einfach, deutsch, schnell am Limit

Jimdo kommt aus Hamburg und hat gegenüber den amerikanischen Anbietern einen realen Vorteil: Datenschutz ist eingebaut statt nachgerüstet. Cookie-Banner, Impressum-Vorlage und Server in Deutschland gehören zum Tarif. Der Editor ist der schlichteste im Feld, was für den Vereinsvorstand am Sonntagabend genau richtig ist.

Was ist bei Jimdo das Hosting, und was kostet es?

Bei Jimdo gibt es kein Hosting als eigenen Posten. Es steckt im Tarif, zusammen mit Domain, SSL und Speicherplatz. Das ist bequem und hat eine Kehrseite, die viele erst beim Wechsel merken: Du kannst eine Jimdo-Seite nicht woanders hosten. Ohne laufenden Tarif ist die Seite offline. Für einen Betrieb heißt das gerechnet: Der Tarif Grow liegt bei rund 228 Euro im Jahr, über drei Jahre 684 Euro, und diese Summe fällt danach weiter an.

Quelle: Tarifseite von Jimdo, jährliche Zahlung. Tarife ändern sich, vor der Entscheidung selbst prüfen.

Die zweite Grenze ist der KI-Builder Dolphin: Websites in drei Minuten, die alle nach demselben Muster aussehen. Wenn das Kosmetikstudio dasselbe Layout hat wie die Hundeschule zwei Häuser weiter, hat keiner von beiden einen Vorsprung. Technisch bleiben Meta-Titel und Beschreibung, kein Code-Zugang, kein eigenes Schema-Markup.

Geeignet für: Vereine, digitale Visitenkarten, erste Tests.

Squarespace: das beste Design, die schlechteste Rechtslage

Squarespace hat den verdienten Ruf, die besten Vorlagen im Feld zu haben: saubere Typografie, durchdachte Raster, starke Bildwirkung. Das engere Raster sorgt außerdem dafür, dass du weniger kaputt machen kannst als bei Wix.

Der Grund, warum Dienstleister es empfehlen, ist allerdings ein anderer als Design. Ein Webdesigner formuliert es in einem Fachforum so: Er nehme Squarespace, weil der Kunde nach der Übergabe die meisten Änderungen selbst machen könne. Das ist ein starkes Argument, und es ist zugleich der Test für jedes Angebot, das du bekommst: Kannst du Öffnungszeiten, Preise und Fotos danach selbst ändern, ohne jemanden anzurufen?

Die Schwächen für österreichische Betriebe sind konkret: US-Server, kein deutschsprachiger Support, Datenschutz-Themen, die du selbst lösen musst. Details dazu im DSGVO-Leitfaden. Dazu ist Squarespace der teuerste der drei klassischen Baukästen.

Geeignet für: Fotografen, Kreative, Portfolios mit internationalem Publikum.

Webflow: Profi-Werkzeug, kein Baukasten

Webflow wird oft in einem Atemzug mit Wix und Jimdo genannt, gehört aber in eine andere Kategorie. Es ist ein visuelles Entwicklungswerkzeug für Designer und Entwickler: volle Kontrolle über Layout, sauberes HTML, ein CMS, mit dem der Kunde später selbst Inhalte pflegt. Anders als bei Wix und Jimdo lässt sich der Code einer statischen Seite exportieren, dynamische CMS-Funktionen bleiben an die Plattform gebunden.

Der Haken ist die Lernkurve. Wer Webflow ohne Vorkenntnisse öffnet, sieht die Oberfläche eines Werkzeugs, das Positionierung, Flexbox und Klassen voraussetzt. In der Praxis beauftragst du also jemanden, der damit arbeitet. In einer verbreiteten Aufschlüsselung von Website-Preisstufen (Flux Academy, 2025) steht die 5.000-Dollar-Stufe genau dafür: eine von einem Webflow-Freelancer gebaute Betriebsseite mit eigenem Design, Content-Strategie und CMS.

Webflow oder Jimdo: was passt zu wem?

Die kurze Antwort: Die beiden konkurrieren nicht um dieselbe Person. Jimdo ist für den Inhaber, der es an einem Abend selbst macht. Webflow ist für den Dienstleister, der es für dich macht. Wer die Frage stellt, sucht meistens nicht das Werkzeug, sondern jemanden, der die Seite baut.

Frage Jimdo Webflow
Wer baut?Du selbst, an einem AbendDesigner oder Entwickler
LernkurvePraktisch keineSteil, Wochen bis Monate
DesignVorlage, wenig veränderbarFrei, pixelgenau
Code-ExportNeinJa, für statische Seiten
ServerDeutschlandInternational, Standort prüfen
Passt, wennEs eine digitale Visitenkarte werden sollDu ohnehin jemanden beauftragst

WordPress: mächtig, aber Overkill für die meisten

Rund vier von zehn Websites weltweit laufen auf WordPress (Erhebung von W3Techs). Open Source, riesiges Ökosystem, für jedes Problem ein Plugin. Genau das ist für einen lokalen Betrieb mit fünf Seiten das Problem: Du bekommst ein System, das für Verlage gebaut wurde, samt Wartungspflicht.

Die Wartung ist kein theoretisches Risiko. Ein Sicherheitsfachmann beschreibt in einem Kleinbetriebs-Forum den Fall, der im Alltag wirklich passiert: Kleinbetriebe mit gekaperten WordPress-Seiten landen beim Geschäftspartner im Spamfilter, weil deren Mail-Schutz die verlinkte Domain blockiert. Der Schaden ist dann nicht die Website, sondern die eigene Erreichbarkeit per Mail.

Dazu kommt die Kostenkette, die nie endet: Hosting 5 bis 30 Euro im Monat, Premium-Plugins 50 bis 300 Euro im Jahr, Einrichtung durch einen Dienstleister 500 bis 2.000 Euro, laufende Wartung 20 bis 50 Euro im Monat. Im ersten Jahr bist du bei 800 bis 2.500 Euro. Beim Tempo liegt WordPress laut Web Almanac 2025 mobil bei rund 43 bis 45 Prozent bestandenen Core Web Vitals, deutlich unter Wix, auch weil es auf jeder Hosting-Qualität läuft.

Geeignet für: Projekte mit wöchentlichen Artikeln, Shops mit hunderten Produkten, Redaktionen.

Der große Vergleich: alle auf einen Blick

Kriterium Wix Jimdo Squarespace WordPress Profi-Website
Kosten/Jahr €204 €228 €396 €350-1.200 Fixpreis einmalig
Kosten 3 Jahre €612+ €684+ €1.188+ €1.400-3.800 €799 plus Domain
Design Hunderte Vorlagen Ca. 20 Vorlagen Beste Vorlagen Tausende Themes Individuell
Core Web Vitals mobil 74 % bestanden Nicht separat erhoben Nicht separat erhoben 43-45 % bestanden Pro Projekt messbar
SEO-Kontrolle Gut, mit Grenzen Minimal Eingeschränkt Gut (mit Plugins) Voll
Schema-Markup Automatisch, clientseitig Nicht möglich Eingeschränkt Per Plugin Frei im HTML
Code-Export Nein Nein Teilweise (Blog) Ja (Open Source) Ja, gehört dir
Server/Datenschutz Eigenverantwortung DE-Server US-Server Eigenverantwortung EU-Hosting
Wartung Plattform Plattform Plattform €20-50/Monat Optional 149/Monat
Support Chatbot/Ticket E-Mail (deutsch) Nur Englisch Community/Freelancer Direkt, auf Deutsch
Dein Zeitaufwand 20-40+ Stunden 15-30+ Stunden 20-40+ Stunden 30-60+ Stunden 2-3 Stunden

Quellen: Tarifseiten der Anbieter (jährliche Zahlung); Core Web Vitals aus dem Web Almanac 2025, HTTP Archive. Für Jimdo und Squarespace weist der Report keine eigene Pass-Rate aus, deshalb steht dort keine Zahl statt einer geschätzten.

Das Muster ist deutlich: Baukästen gewinnen bei Einfachheit und verlieren bei allem, was mit Eigentum und Dauer zu tun hat. WordPress ist flexibler, tauscht die Flexibilität aber gegen Wartungspflicht. Der Unterschied, der am längsten wirkt, steht in der Zeile Code-Export.

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Die 3-Jahres-Kostenrechnung

Baukästen wirken günstig, weil der Betrag monatlich abgeht. Über drei Jahre sieht es anders aus, und die eigene Arbeitszeit steht in keinem Tarif.

System 3 Jahre Deine Zeit Was dir am Ende gehört
Wix Core€612+20-40 hTexte und Bilder
Jimdo Grow€684+15-30 hTexte und Bilder
Squarespace Business€1.188+20-40 hTexte, Bilder, Blog-Export
WordPress€1.400-3.80030-60 hAlles, samt Wartungspflicht
Profi-Website (PIKSEL)€799 plus Domain2-3 hDie komplette Seite

Eine Zahl aus der Praxis dazu, die selten jemand ausspricht: In einem Thread mit 436 Kommentaren nennt ein Betreiber die Obergrenze aus Kundensicht mit rund 2.000 Dollar für eine Kleinbetriebs-Seite. Das deckt sich mit dem österreichischen Markt: Was ein lokaler Betrieb tatsächlich braucht, liegt unterhalb der Agenturspanne von 3.000 bis 8.000 Euro. Wer über 3.000 Euro zahlt, kauft in der Regel Strategie und Betreuung mit, nicht mehr Website.

Nach 2 Jahren hast du bei Squarespace und WordPress mehr bezahlt als für eine individuell gebaute Seite.
Mitnehmen kannst du davon Texte und Bilder.

Was kostet Terminbuchung beim Baukasten?

Das ist der Posten, an dem die Baukasten-Rechnung für Studios, Salons und Ordinationen kippt, weil Buchung dort kein Extra ist, sondern der Grund für die Website. Bei Wix, Jimdo und Squarespace hängt die Buchungsfunktion am Tarif oder an einer App, ist also eine zweite Abo-Zeile. Eigenständige Systeme kosten laufend deutlich mehr.

Lösung Kosten pro Monat In 3 Jahren
Doctolib130-200 Euro4.680-7.200 Euro
Offisy70-150 Euro2.520-5.400 Euro
Appointmed30-80 Euro1.080-2.880 Euro
Baukasten-AppJe nach Tarif, oft höherer Plan nötigZusätzlich zum Abo
In der Seite eingebaut (PIKSEL)0 Euro extraIm Fixpreis von 799 Euro

Quelle: öffentliche Preisseiten der Anbieter, Stand 2026.

Warum das mehr ist als eine Bequemlichkeit: In einer Bitkom-Befragung von 1.145 Personen (Dezember 2025, Deutschland) nennen 84 Prozent die Unabhängigkeit von der telefonischen Erreichbarkeit als Hauptvorteil der Online-Buchung. Nicht Bequemlichkeit, das Telefon selbst ist das Problem. Bei einem Friseursalon kostet jede Behandlung, die nicht stattfindet, im Schnitt 53,56 Euro (MARKET für die WKO-Bundesinnung, 2.003 Befragte, 2023). Wer über Buchungssysteme nachdenkt, findet die Anbieter-Übersicht im Buchungstool-Vergleich.

Kann ich die Website nicht einfach von einer KI bauen lassen?

Kannst du, und 2026 ist das der häufigste Einwand überhaupt. In deutschsprachigen Foren steht auf die Frage nach Website-Preisen inzwischen regelmäßig: Nimm ein KI-Werkzeug, zahl 20 Euro für einen Monat, fertig. Eine Gegenstimme im selben Thread hält dagegen, dass zu einem Auftritt mehr gehört als der erste Entwurf.

Beide haben recht, aber über verschiedene Dinge. Der Entwurf ist nicht mehr der Engpass. Der Engpass ist alles danach: Struktur, die zu den Suchanfragen deiner Kunden passt, eine eigene Seite pro Leistung, Buchung, die wirklich in deinen Kalender schreibt, Ladezeit, Datenschutz, und jemand, der es in einem halben Jahr noch versteht. Der nüchternste Satz aus derselben Diskussion: Für die meisten Betriebe reicht eine Seite mit Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Adresse und Leistungen, damit hat man schon mehr als die meisten Mitbewerber. Das stimmt, und es ist der Grund, warum die Ausrede „das ist alles zu kompliziert“ keine mehr ist.

Die versteckte Kosten-Falle: deine Arbeitszeit

Kein Baukasten rechnet dir deine Stunden vor. Vorlage auswählen, Farben anpassen, Texte schreiben, Bilder zuschneiden, Menü einrichten, Formular konfigurieren, mobile Ansicht prüfen, Cookie-Banner einbauen, Impressum und Datenschutzerklärung erstellen. Das sind 20 bis 60 Stunden, je nach System und Vorerfahrung.

Bei 30 Stunden und einem Stundenwert von 50 Euro sind das 1.500 Euro zusätzlich zum Abo, und am Ende steht eine Vorlage, die tausende andere auch nutzen. Ein Erfahrungswert aus der Community: Selbst für etwas halbwegs Brauchbares braucht ein Einsteiger mindestens zehn Stunden, und das Ergebnis sieht danach immer noch nicht aus wie geplant.

Das Lock-in-Problem

Lock-in heißt: Du kannst nicht wechseln, ohne alles zu verlieren. Erhöht der Anbieter die Preise, entfernt er eine Funktion oder stellt er den Dienst ein, hast du keine Wahl. Bei Wix und Jimdo ist Design und Struktur nicht exportierbar, bei Squarespace nur der Blog.

Bei WordPress, Webflow und einer individuell gebauten Seite gehört dir der Code. Du wechselst Hosting oder Dienstleister und nimmst alles mit. Das ist der Unterschied zwischen Besitzen und Mieten, und er fällt genau in dem Moment auf, in dem du unzufrieden bist.

Für wen ist was?

Nimm einen Baukasten, wenn

  • es ein Hobbyprojekt ist. Kein Umsatzdruck, keine Abhängigkeit von Google.
  • du etwas Befristetes brauchst. Eine Seite für ein Event, die danach wieder verschwindet.
  • du eine Idee testest. Bevor du investierst, willst du sehen, ob überhaupt jemand anfragt.
  • dein Budget unter 200 Euro liegt. Dann ist der Baukasten der einzige realistische Weg.

Nimm eine Profi-Website, wenn

  • dein Betrieb über Google Kunden gewinnen muss. Eigene Seite pro Leistung, sauberes Schema, kurze Ladezeit.
  • Termine ohne Telefon hereinkommen sollen. Buchung eingebaut statt als zweites Abo.
  • du dich vom Mitbewerber unterscheiden willst. Kunden erkennen Vorlagen, auch wenn sie es nicht benennen können.
  • du keine Zeit für Technik hast. Zwei bis drei Stunden Inhalte liefern statt 30 Stunden basteln.
  • du in Jahren rechnest. Der Baukasten wird mit der Zeit teurer, der Fixpreis nicht.

Wie der Ablauf einer beauftragten Website aussieht, steht im Leitfaden Website erstellen lassen. Wie groß die Unterschiede in der Praxis sind, zeigt unser Test von 52 Websites in Wien-Favoriten, Durchschnitt 66 von 100 Punkten. Anbieter-Übersicht im Agentur-Vergleich für Wien.

Häufige Fragen

Ist ein Website-Baukasten schlecht?

Nein, für den passenden Zweck ist er die richtige Wahl. Zum Problem wird er, wenn ein Betrieb davon abhängt, über Google gefunden zu werden, wenn Termine online hereinkommen sollen oder wenn die Seite in fünf Jahren noch günstig laufen soll. Dann arbeiten Abo-Dauer, fehlender Export und Vorlagen-Design gegen dich.

Welcher Baukasten ist der beste für Österreich?

Wenn es unbedingt ein Baukasten sein soll: Jimdo, wegen der deutschen Server und der eingebauten Datenschutz-Vorlagen, trotz schwacher SEO-Möglichkeiten. Wer Wert auf Design legt und international auftritt, nimmt Squarespace und klärt die Datenschutzfragen separat. Für Betriebe, die über Google Kunden gewinnen wollen, ist keiner der drei die beste Wahl.

Webflow oder Jimdo, was soll ich nehmen?

Jimdo, wenn du die Seite selbst bauen willst und eine digitale Visitenkarte reicht. Webflow, wenn ohnehin ein Dienstleister baut, denn es ist ein Profi-Werkzeug mit steiler Lernkurve. Wer beide vergleicht, sucht meistens keinen Editor, sondern jemanden, der die Website übernimmt, inklusive Texten und Buchung.

Was kostet das Hosting bei Jimdo?

Es gibt keinen eigenen Hosting-Preis, Hosting, Domain und SSL stecken im Tarif. Grow liegt bei rund 228 Euro im Jahr, also 684 Euro in drei Jahren. Die Kehrseite: Eine Jimdo-Seite lässt sich nicht woanders hosten. Endet der Tarif, ist die Seite offline, die Domain kannst du umziehen.

Kann ich später vom Baukasten wechseln?

Ja, aber es ist ein Neubau. Texte, Bilder und die Domain nimmst du mit, Design und Struktur nicht. Mit 301-Weiterleitungen und vergleichbarem Seitenaufbau bleiben die Rankings meist erhalten. Je früher der Wechsel, desto weniger Abo-Monate hast du für etwas gezahlt, das dir nicht gehört.

Brauche ich WordPress, wenn ich einen Blog will?

Nicht zwingend. Moderne statische Websites stellen Blogartikel schneller und sicherer dar, ohne Plugin-Wartung. WordPress lohnt sich, wenn wirklich wöchentlich Artikel erscheinen, mehrere Autoren schreiben oder ein Shop mit hunderten Produkten dazukommt.

Noch unsicher, welches System zu deinem Betrieb passt?

Wir messen das Tempo deiner jetzigen Seite, prüfen die Sichtbarkeit und rechnen dir drei Jahre durch. Reicht dein Baukasten, hörst du das von uns. Wenn nicht: Website mit Online-Buchung, 799 Euro Fixpreis, 14 Tage bis live.

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PK

PIKSEL

Geschrieben bei PIKSEL. Webdesign & SEO aus Wien, für lokale Betriebe in ganz Österreich.

Aktualisiert August 2026

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