Ein japanisches Ehepaar sitzt in einem Hotel in der Salzburger Altstadt. Es ist ihr erster Abend. Sie wollen ein traditionelles Wirtshaus, kein Touristenlokal. Er tippt "traditional restaurant Salzburg old town" in Google. Dein Gasthaus ist 200 Meter entfernt, gute Küche, gute Preise, seit 30 Jahren im Geschäft. Aber deine Website ist nur auf Deutsch. Keine englische Speisekarte. Kein englischer Satz auf der Startseite. Google zeigt die Seite bei englischen Suchanfragen nicht an.
Das Ehepaar findet ein anderes Wirtshaus, das eine englische Seite hat und bei "traditional restaurant Salzburg" auf Seite 1 rankt. Sie gehen dorthin. Das Essen ist mittelmäßig, aber die Website hat funktioniert. Dein Wirtshaus bleibt leer, obwohl es das bessere Essen hätte.
In Salzburg passiert das hundertfach. Jeden Tag. Wer eine Homepage erstellen lassen will in Salzburg, muss mehrsprachig denken. Laut Statistik Austria kommen 53 Prozent der Nächtigungen von internationalen Gästen. Eine rein deutschsprachige Website schließt die Mehrheit des Marktes aus - und genau das macht die Homepageerstellung in Salzburg anders als in anderen Bundesländern.
Warum Mehrsprachigkeit in Salzburg keine Option ist
In den meisten österreichischen Bundesländern ist Mehrsprachigkeit ein nettes Extra. In Oberösterreich braucht ein Maschinenbauer keine englische Website, sein Einkaufsleiter spricht Deutsch. In Niederösterreich sucht der Pendler auf Deutsch nach dem Installateur.
In Salzburg ist Mehrsprachigkeit Grundausstattung. Die größten Herkunftsmärkte nach Deutschland: Niederlande, Großbritannien, USA, Italien, Tschechien, Japan. Jeder dieser Märkte sucht in seiner Sprache oder auf Englisch. Wer nur Deutsch bietet, ist für diese Gäste unsichtbar.
Das heißt konkret: Ein Hotel in Saalbach braucht Deutsch, Englisch und Niederländisch. Die Niederlande sind einer der größten Quellmärkte für Salzburgs Skigebiete. Ein Wirtshaus in der Altstadt braucht Deutsch, Englisch und idealerweise Italienisch, weil italienische Tagesgäste einen erheblichen Anteil des Altstadttourismus ausmachen.
Internationale Gäste rufen nicht an
Das klingt offensichtlich, wird aber von vielen Salzburger Betrieben unterschätzt. Ein internationaler Gast wird nicht zum Telefonhörer greifen. Er spricht kein Deutsch, kennt die österreichische Vorwahl nicht, hat kein lokales Netz, weiß nicht, was der Anruf kostet. Wenn er nicht online buchen kann, bucht er woanders.
Die Konsequenz: Jeder Salzburger Tourismusbetrieb braucht eine Online-Buchungsmöglichkeit. Kein Kontaktformular mit "Wir melden uns innerhalb von 48 Stunden". Kein "Bitte senden Sie uns eine E-Mail". Sondern ein Buchungssystem, das um 23 Uhr funktioniert, wenn der Gast im Hotelzimmer in Tokyo sein nächstes Reiseziel plant.
Stadt vs. Skigebiet: Zwei komplett verschiedene Reisetypen
Salzburg-Stadt ist ein Kurzreiseziel. Gäste bleiben ein bis drei Nächte. Entscheidungen fallen spontan: Welches Restaurant heute Abend, welche Führung morgen, welches Café nach dem Festspielbesuch. Websites müssen auf diese Spontanität optimiert sein. Sofort verfügbare Informationen, aktuelle Verfügbarkeit, kurze Buchungswege. Kein Gast wird sich durch fünf Unterseiten klicken, um herauszufinden, ob heute Abend ein Tisch frei ist.
Pinzgau und Pongau (Zell am See, Kaprun, Saalbach, Bad Gastein) sind Wochenziele. Gäste planen Wochen im Voraus. Sie vergleichen Unterkünfte, rechnen Skipass-Pakete durch, prüfen die Entfernung zur Gondel. Websites brauchen hier detaillierte Beschreibungen, Preisvergleiche, Paketangebote und saisonale Inhalte. Eine Skischul-Website, die im Juli noch das Winterprogramm als Hauptinhalt zeigt, wirkt unprofessionell. Tirol kennt dieses Saisonproblem in verschärfter Form.
- ✗ 53% der Gäste verstehen die Inhalte nicht
- ✗ Google zeigt die Seite bei englischen Suchen nicht
- ✗ Internationale Gäste buchen bei der Konkurrenz
- ✗ Kein Buchungssystem, nur Telefon
- ✓ Rankt bei englischen, niederländischen, italienischen Suchen
- ✓ Internationale Gäste finden Angebot und Preise
- ✓ Direktbuchung rund um die Uhr, weltweit
- ✓ Weniger Abhängigkeit von Booking.com
Der Flachgau: Kein Tourismus, andere Regeln
Und dann gibt es den Flachgau. Hallein, Seekirchen, Neumarkt am Wallersee. Handwerker, Ärzte, Anwälte, lokale Dienstleister. Betriebe, die nicht vom Tourismus leben. Für die gilt das komplette Gegenteil: Mehrsprachigkeit ist irrelevant, lokale SEO ist alles.
Ein Installateur in Hallein braucht keine englische Website. Laut WKO-Daten machen KMU den Großteil der Betriebe im Flachgau aus. Er braucht eine Seite, die bei "Installateur Hallein" auf Google auftaucht. Ein gepflegtes Google-Profil, eine klickbare Telefonnummer, Öffnungszeiten und Bewertungen. Die gleichen Basics, die auch in Niederösterreich oder im Burgenland gelten.
Der Flachgau hat einen zusätzlichen Vorteil: die Nähe zu Salzburg-Stadt. Viele Salzburger suchen Handwerker und Dienstleister im Umland. Wer in Hallein oder Seekirchen eine professionelle Website hat, fängt auch Anfragen aus der Stadt ab.
Die Booking-Rechnung: Was Plattform-Abhängigkeit wirklich kostet
Die Zahlen sprechen für sich. Ein Hotel mit 20 Zimmern, 100 Euro pro Nacht, 200 Buchungstage im Jahr. Wenn 60 Prozent über Booking laufen (15 Prozent Provision): das sind 36.000 Euro Provision pro Jahr. Eine eigene Website mit Buchungssystem, die nur 20 Prozent dieser Buchungen direkt abfängt, spart über 7.000 Euro jährlich.
Die eigene Website macht Booking nicht überflüssig. Booking bringt Sichtbarkeit, besonders bei Erstbesuchern. Aber das Ziel ist, den Booking-Anteil zu senken und Stammgäste über die eigene Seite zu führen. Jede Direktbuchung ist eine Buchung ohne Provision. Details zur Strategie: Kärnten beschreibt den konkreten 3-Schritte-Plan raus aus der Booking-Falle.
Was es kostet: Die ehrliche Rechnung
Eine professionelle Website bei PIKSEL kostet ab €799. Individuelles Design, SEO inklusive. Eine zusätzliche Sprachversion erhöht den Aufwand moderat, weil die Struktur bereits steht.
Die Alternative: Eine lokale Salzburger Agentur verlangt 4.000 bis 10.000 Euro. Vergleichbare Qualität, höherer Preis, längere Wartezeit. Alle Details in unserem Kosten-Guide für professionelle Websites.
Häufige Fragen
Welche Sprachen braucht meine Website in Salzburg?
Englisch ist Pflicht für jeden Tourismusbetrieb. In Skigebieten ist Niederländisch ein starker Bonus, weil die Niederlande einer der größten Quellmärkte sind. In der Altstadt bringt Italienisch zusätzliche Gäste. Japanisch oder Koreanisch sind Nice-to-have, aber nicht nötig. Diese Gäste erwarten Englisch.
Was kostet eine mehrsprachige Website?
Bei PIKSEL ab €799. Eine zusätzliche Sprachversion ist ein moderater Mehraufwand, weil Design und Struktur gleich bleiben.
Brauche ich eine Buchungsfunktion?
Ja. Ein internationaler Gast wird nicht anrufen. Er spricht kein Deutsch, kennt die Vorwahl nicht und hat kein österreichisches Netz. Ohne Online-Buchung bucht er beim nächsten Betrieb, der eine anbietet. Das Buchungssystem muss mindestens so einfach sein wie Booking, sonst geht der Gast zurück zur Plattform.
Wie erreiche ich internationale Touristen online?
Englische Inhalte auf der Website sorgen dafür, dass Google die Seite bei englischen Suchanfragen zeigt. Google empfiehlt dafür dedizierte Sprachversionen mit hreflang-Tags. Dazu: ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit englischer Beschreibung, aktuelle Fotos, Bewertungen und eine Direktbuchung die ohne Telefon funktioniert.
Lohnt sich eine eigene Website, wenn ich auf Booking.com bin?
Booking nimmt 15 Prozent Provision. Bei einem 20-Zimmer-Hotel mit 200 Buchungstagen sind das 36.000 Euro im Jahr. Jede Direktbuchung über die eigene Website spart Provision. 20 Prozent weniger Booking-Anteil bedeuten über 7.000 Euro Ersparnis jährlich.
Touristen googeln auf Englisch. Findet dein Betrieb sie trotzdem?
Schick uns deine URL. In 48h zeigen wir dir, wie dein Salzburger Betrieb bei Google performt und ob eine zweite Sprachversion sich lohnt. Ab €799, Mehrsprachigkeit ab €999.
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