Du fragst beim Mechaniker nicht, welches Werkzeug er benutzt. Aber du merkst, ob das Auto danach läuft. Genauso ist es mit Websites. Die meisten Kunden interessiert nicht, ob ihre Seite mit WordPress, Wix oder etwas anderem gebaut wurde. Was sie interessiert: Lädt sie schnell? Findet man sie auf Google? Funktioniert sie am Handy? Und muss ich mich ständig um irgendwas kümmern? - Genau deshalb verwenden wir bei PIKSEL kein WordPress und keinen Baukasten. Sondern Next.js. Und dieser Artikel erklärt, warum das für dich als Kunde einen echten Unterschied macht.
Das Problem mit WordPress
WordPress ist das beliebteste Content-Management-System der Welt. 43% aller Websites laufen damit. Das klingt nach einer sicheren Wahl. Aber Beliebtheit heißt nicht, dass es die beste Lösung ist. Es heißt nur, dass es die bekannteste ist.
WordPress wurde 2003 als Blog-Software entwickelt. Seitdem wurde es mit Plugins und Erweiterungen zu einem Allzweck-Werkzeug aufgeblasen. Heute braucht eine durchschnittliche WordPress-Business-Website 20 bis 40 Plugins. Kontaktformular? Plugin. SEO? Plugin. Sicherheit? Plugin. Caching? Plugin. Backup? Plugin. Bildoptimierung? Plugin.
Jedes einzelne dieser Plugins ist ein Stück Software, das von einer anderen Person oder Firma geschrieben wurde. Jedes braucht regelmäßige Updates. Jedes kann Sicherheitslücken haben. Und jedes lädt zusätzlichen Code, der deine Website langsamer macht.
Die Plugin-Hölle in Zahlen
97% aller CMS-Hacks treffen WordPress-Seiten. Nicht weil WordPress schlecht programmiert ist, sondern weil es das größte Ziel ist - und weil die Plugin-Landschaft ein Einfallstor nach dem anderen bietet. Eine Studie von Sucuri zeigt: 56% der gehackten WordPress-Seiten hatten veraltete Plugins.
Stell dir vor, du hast ein Geschäft mit 30 Türen. Jede Tür hat ein anderes Schloss, von einem anderen Hersteller, mit einem anderen Update-Zyklus. Irgendwann vergisst du eine Tür. Das ist WordPress mit 30 Plugins.
Und die Geschwindigkeit? Jedes Plugin lädt eigenes CSS und JavaScript. Nach 15 Plugins wird es spürbar. Nach 30 Plugins bist du in einem Bereich, in dem Google deine Ladezeit als Ranking-Faktor gegen dich verwendet. Die typische WordPress-Seite eines lokalen Betriebs erreicht einen PageSpeed Score von 40 bis 65. Das bedeutet: langsam am Handy, schlechter für Google, frustrierend für Besucher.
Dazu kommt der Wartungsaufwand. WordPress braucht regelmäßige Updates - Core, Themes, Plugins. Manchmal bricht nach einem Update etwas. Dann brauchst du jemanden, der das repariert. Entweder machst du es selbst (und verbrennst Zeit, die du für dein Geschäft brauchen könntest), oder du zahlst einen Techniker 30 bis 80 Euro pro Stunde. Mehr dazu im WordPress vs. Custom Vergleich.
Das Problem mit Baukästen
Wix, Squarespace, Jimdo - die Versprechen klingen gut. „Erstelle deine Website in einer Stunde.“ „Kein Code nötig.“ „Ab 11 Euro im Monat.“
Für ein Hobby-Projekt oder einen privaten Blog reicht das. Aber für einen Betrieb, der über Google gefunden werden muss? Da werden die Grenzen schnell sichtbar.
Code-Bloat: Du lädst, was du nicht brauchst
Wenn du eine Wix-Seite aufrufst, lädt dein Browser zwischen 2 und 4 Megabyte JavaScript - bevor der Kunde überhaupt irgendetwas sieht. Das ist, als würdest du in ein Restaurant gehen und zuerst eine halbe Stunde warten, bis der Kellner die Speisekarte aus dem Lager holt, zusammenbaut und auf deinen Tisch legt.
Eine professionell gebaute Website lädt typischerweise 100 bis 300 Kilobyte. Das ist 10- bis 40-mal weniger. Der Unterschied ist am Handy und bei schwächerer Internetverbindung dramatisch - also genau dort, wo die meisten deiner Kunden deine Seite aufrufen.
Vendor Lock-in: Dir gehört nichts
Das ist der Punkt, den die meisten unterschätzen. Deine Wix-Website gehört Wix. Deine Squarespace-Seite gehört Squarespace. Du kannst den Code nicht exportieren. Du kannst die Seite nicht zu einem anderen Anbieter mitnehmen. Wenn du wechseln willst, fängst du bei null an.
Stell dir vor, du mietest ein Büro und darfst die Möbel nicht mitnehmen, wenn du ausziehst. Nicht mal die, die du selbst gekauft hast. So funktioniert ein Baukasten.
Dazu kommen laufende Kosten. Wix Premium kostet 17 bis 45 Euro pro Monat. Auf drei Jahre sind das 612 bis 1.620 Euro - für eine Website, die du nicht besitzt und die bei Google schlechter abschneidet als eine professionell gebaute Seite. Den vollständigen Vergleich findest du im Artikel Wix & Jimdo vs. Webdesigner.
Was Next.js anders macht
Jetzt wird es kurz technisch - aber keine Sorge, es bleibt verständlich. Versprochen.
Next.js ist ein modernes Web-Framework, das von Vercel entwickelt wird und von Firmen wie Netflix, TikTok, Nike und der Washington Post eingesetzt wird. Es basiert auf React, der meistverwendeten JavaScript-Bibliothek der Welt (entwickelt von Meta/Facebook).
Der entscheidende Unterschied liegt darin, wann eine Website gebaut wird.
Die Restaurant-Analogie
WordPress ist wie ein Restaurant, das die Speisekarte jedes Mal neu druckt, wenn ein Gast kommt. Der Gast bestellt „Karte bitte“, der Kellner rennt in die Küche (den Server), fragt die Datenbank nach allen Gerichten, das PHP-Skript formatiert alles, und erst dann bekommt der Gast seine Karte. Bei 50 Gästen gleichzeitig? Chaos.
Wix ist wie ein Restaurant, das die Karte fertig hat, aber in einer schweren Truhe mit drei Schlössern verpackt. Bevor du sie lesen kannst, muss die Truhe geöffnet werden (JavaScript laden), die Karte zusammengesteckt werden (rendern) und dann erst siehst du, was es gibt.
Next.js ist wie ein Restaurant, das die Karte morgens einmal druckt und auf jeden Tisch legt. Wenn du dich setzt, liegt sie schon da. Fertig. Sofort lesbar. Kein Warten.
Das ist der Kern: Next.js generiert deine Website einmal beim Bauen (dem sogenannten „Build“). Das Ergebnis sind fertige HTML-Dateien - keine Datenbank-Abfragen, kein Server, der bei jedem Besuch arbeiten muss. Diese fertigen Dateien werden auf einem CDN (Content Delivery Network) gespeichert und von dort an deine Besucher ausgeliefert.
Was bedeutet CDN?
Ein CDN (Content Delivery Network) ist ein Netzwerk aus Servern, die über die ganze Welt verteilt sind. Vercel, das Unternehmen hinter Next.js, betreibt über 70 Standorte weltweit. Wenn jemand aus Wien deine Website aufruft, antwortet der Server in Frankfurt - nicht einer in den USA. Wenn jemand aus Innsbruck aufruft, antwortet Zürich. Immer der nächste.
Bei WordPress steht dein Server meistens an einem einzigen Standort. Jeder Besucher, egal wo auf der Welt, muss zu diesem einen Server und zurück. Das dauert. Bei Wix ist es ähnlich - zwar gibt es auch ein CDN, aber die JavaScript-Last ist so groß, dass der Vorteil verpufft.
Die Zahlen: PageSpeed im Vergleich
Google PageSpeed Insights misst die Performance einer Website auf einer Skala von 0 bis 100. Ab 90 gilt eine Seite als „gut“. Unter 50 als „schlecht“. Hier sind die typischen Werte:
Der Unterschied ist nicht subtil. Eine PIKSEL-Website ist doppelt bis dreimal so schnell wie eine durchschnittliche WordPress- oder Baukasten-Seite. Und Geschwindigkeit ist kein Nice-to-have - sie ist ein direkter Ranking-Faktor bei Google und ein Conversion-Faktor bei deinen Kunden.
Laut Google verlassen die meisten mobilen Nutzer eine Seite, die länger als 3 Sekunden lädt. Bei unter 1 Sekunde Ladezeit passiert das praktisch nie.
Was das für dein Google-Ranking bedeutet
Seit 2021 verwendet Google die sogenannten Core Web Vitals als Ranking-Faktor. Das sind drei Messwerte, die beschreiben, wie schnell und stabil eine Website lädt:
LCP (Largest Contentful Paint): Wie schnell sieht der Besucher den Hauptinhalt? Ziel: unter 2,5 Sekunden. WordPress-Seiten mit vielen Plugins schaffen das selten. Eine Next.js-Seite schafft es in unter 1 Sekunde.
INP (Interaction to Next Paint): Wie schnell reagiert die Seite auf einen Klick? Bei Wix dauert es oft 200 bis 500 Millisekunden, bis der Browser durch den JavaScript-Berg gearbeitet hat. Bei einer statischen Next.js-Seite: praktisch sofort.
CLS (Cumulative Layout Shift): Springt der Inhalt beim Laden? Du kennst das: Du willst auf einen Button klicken, und plötzlich verschiebt sich alles, weil ein Werbebanner lädt. Bei Baukasten-Seiten ein häufiges Problem. Bei einer sauber gebauten Next.js-Seite liegt der CLS-Wert bei null.
Was heißt das konkret? Google bevorzugt Seiten mit guten Core Web Vitals. Seit dem Mobile-First-Index zählt nur noch die mobile Version deiner Website. Wenn dein Konkurrent eine schnelle, saubere Seite hat und du eine langsame Baukasten-Seite - bei gleichen Inhalten, gleichen Keywords, gleicher Backlink-Struktur - rankt dein Konkurrent höher. Das ist kein Vermutung, das ist Googles dokumentierte Ranking-Logik.
Die versteckten Kosten: 3-Jahres-Vergleich
Die meisten Kunden schauen auf den Einmalpreis. Aber eine Website ist keine einmalige Anschaffung - sie läuft über Jahre. Und genau dort wird es interessant.
Die Rechnung ist eindeutig. WordPress ist auf drei Jahre die teuerste Option - nicht wegen des Einstiegspreises, sondern wegen Hosting, Plugins, Wartung und Sicherheit. Wix sieht auf den ersten Blick günstig aus, summiert sich aber über die Jahre - und am Ende gehört dir nichts davon. Den vollständigen Kostenüberblick findest du im Webdesign-Kosten-Artikel.
Keine Plugins, kein Lock-in
Eine PIKSEL-Website hat keine Plugins. Kontaktformular, SEO, Sicherheit - alles ist direkt im Code eingebaut. Keine Datenbank, die gehackt werden kann. Keine Login-Seite, die angegriffen wird. Keine Plugins, die veralten. Weniger bewegliche Teile = weniger Probleme.
Und der Code gehört dir. Komplett. Er liegt in einem Git-Repository. Wenn du morgen zu einem anderen Entwickler wechseln willst, nimmst du alles mit. Bei Wix, Squarespace oder Jimdo geht das nicht. Bei WordPress theoretisch schon - aber die Migration eines Projekts mit 30 Plugins und einer MySQL-Datenbank ist ein eigenes Projekt.
Bei einer Next.js-Website: Code auf einen neuen Server deployen, Domain umstellen, fertig.
Für wen ist das relevant?
Nicht jeder braucht eine Next.js-Website. Wenn du einen privaten Blog für Freunde und Familie brauchst: Nimm Wix. Wenn du einen riesigen Online-Shop mit 10.000 Produkten und redaktionellem Blog betreibst: WordPress mit WooCommerce kann Sinn machen.
Aber wenn du ein lokaler Betrieb bist - Handwerker, Friseur, Restaurant, Kosmetikstudio, Arztpraxis, Reinigungsfirma - und du willst eine Website, die schnell lädt, gut bei Google rankt, professionell aussieht und dich nichts kostet außer dem Einmalpreis? Dann ist eine statische, individuell gebaute Website die bessere Wahl. Mehr dazu im Artikel Website erstellen lassen.
Häufige Fragen zur PIKSEL Methode
Kann ich meine Inhalte selbst ändern?
Ja. Einfache Änderungen wie Texte, Bilder oder Öffnungszeiten machen wir im Rahmen des Wartungspakets (auf Anfrage). Für Kunden die häufig ändern wollen, richten wir ein einfaches Content-System ein. Das funktioniert anders als bei WordPress - dafür ohne Sicherheitsrisiken und ohne Updates.
Ist Next.js nicht Overkill für eine kleine Firmen-Website?
Nein, im Gegenteil. Next.js erzeugt am Ende einfache HTML-Dateien - das Einfachste, was es im Web gibt. Die Technik dahinter sorgt dafür, dass diese Dateien perfekt optimiert sind. Du bekommst das Ergebnis eines professionellen Frameworks, ohne die Komplexität jemals zu spüren.
Was wenn Next.js irgendwann nicht mehr existiert?
Next.js wird von Vercel entwickelt und von Meta, Google und Millionen von Entwicklern weltweit genutzt. Es ist das meistverwendete React-Framework. Selbst im unwahrscheinlichen Fall: Dein Code basiert auf Web-Standards (HTML, CSS, JavaScript). Er lässt sich immer auf eine andere Technologie portieren. Bei Wix oder Squarespace ist das nicht möglich.
Wie lange dauert es, bis meine Website fertig ist?
1 bis 2 Wochen für eine Business-Website mit 3 bis 5 Seiten. Mit Express-Option (+ €49) in 3 bis 5 Tagen. Das ist schneller als die meisten WordPress-Agenturen und deutlich schneller als wenn du selbst mit Wix baust und es wirklich professionell aussehen soll.
Muss ich mich um Updates kümmern?
Nein. Eine statische Website braucht keine WordPress-Updates, keine Plugin-Updates, keine Sicherheits-Patches. Was einmal steht, läuft. Wenn du Inhaltsänderungen brauchst, machen wir das im Rahmen des Wartungspakets.
100/100 PageSpeed. Ab €799. Fertig in 7 Tagen.
Schick uns deine aktuelle URL. In 48h bekommst du einen PageSpeed-Vergleich: deine Seite vs. das, was mit unserer Methode möglich wäre. Kostenlos.
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